„Bündnis Elbe-Seitenkanal“ gegründet / Ziel ist Stärkung der Wasserstraße und ihrer wirtschaftlichen Potenziale

Neuer Verein will den Kanal voller kriegen

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Geht es nach dem „Bündnis Elbe-Seitenkanal“, dann soll die Wasserstraße (hier bei Vorhop) künftig mehr Schiffsverkehr und damit auch mehr Umschlag in den Häfen erleben.

bo Wittingen. In den Startlöchern stand er schon länger, nun ist am Montag der Verein „Bündnis Elbe-Seitenkanal“ gegründet worden. Zu den Mitgliedern gehört auch die Stadt Wittingen.

Der Verein macht sich dafür stark, die infrastrukturelle Leistungsfähigkeit des Elbe-Seitenkanals langfristig zu erhöhen und zu sichern. Im Blickpunkt steht dabei vor allem der Bau eines zweiten Abstiegsbauwerks in Scharnebeck.

Zum Vorsitzenden wurde Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, gewählt. Zeinert betonte, dass das zweite Abstiegsbauwerk Grundvoraussetzung sei, um zukünftige Transporte unter technischen und ökonomischen Gesichtspunkten effizient abwickeln zu können. „Momentan ist das Hebewerk in Scharnebeck nicht für Großmotorgüterschiffe befahrbar. Dieser Zustand gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit des Elbe-Seitenkanals“, sagte Zeinert. „Wir benötigen deshalb, auch unter Berücksichtigung des steigenden Verkehrsaufkommens im Hafenhinterlandverkehr, ein zusätzliches Abstiegsbauwerk.“ Nur so werde es gelingen, den ESK-Häfen weitere Entwicklungsperspektiven zu eröffnen.

Das „Bündnis Elbe-Seitenkanal“ will die Anliegen der kommunalen Anrainer sowie der an dem Kanal interessierten Unternehmen und Verbände in der Region bündeln. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben der Stadt Wittingen die Landkreise Gifhorn, Lüneburg und Uelzen, die Stadt Uelzen, die Wachstumsinitiative Süderelbe AG, die Wolfsburg AG, die OHE, die Hafen Lüneburg GmbH, die IHK Braunschweig und die IHK Lüneburg-Wolfsburg.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Dr. Jürgen Glaser von der Wachstumsinitiative Süderelbe AG gewählt. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden der Uelzener Landrat Dr. Heiko Blume und der Vorstandsvorsitzende der OHE, Wolfgang Kloppenburg, bestimmt.

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