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Neue Wohnform in Wittingen?

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Von: Holger Boden

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Ein Dorf im Miniaturformat: Zwei Leute sitzen vor einem Tiny House.
Ein ganzes „Dorf“ aus Mikrohäusern gibt es bereits im Fichtelgebirge. © dpa

Wittingen – Über ein für Wittingen neues und vermutlich spannendes Projekt berät am kommenden Dienstag der Ortsrat (19 Uhr, Stadthalle): Der Stadt liegt in Antrag „auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Wunderbütteler Kirchweg“ vor. Was auf der Tagesordnung ziemlich bürokratisch klingt, ist ein Vorhaben zur Errichtung von sieben „Tiny Houses“.

„Tiny“ heißt auf Englisch „winzig“, mitunter hat sich auch der Begriff „Mikrohaus“ für die kleinen Bauten eingebürgert, von denen manche mit ihrer Wohnfläche von 15 bis etwa 40 Quadratmeter wie auch vom Äußeren her in der Tradition des klassischen Bauwagens zu stehen scheinen. Tatsächlich gibt es viele Modelle mit Rädern.

In den letzten Jahren sind „Tiny Houses“ vermehrt als Wohnform propagiert worden, die einen minimalistischen Lebensstil ermöglicht. Motive können der Wunsch nach Nachhaltigkeit (weniger Emissionen, wenig Flächenverbrauch) oder begrenzte finanzielle Mittel sein – oder auch einfach das Bedürfnis, ein Leben mit möglichst wenig Ballast zu führen.

In Wittingen will der Antragsteller eine Siedlung mit sieben solcher Mikrohäuser errichten – für die „dauerhafte Vermietung“, wie es in der Vorlage für den Ortsrat heißt. Eine Planskizze zeigt auch einen Spielplatz. Das vorgesehene Areal liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans Wunderbütteler Kirchweg, der eine derartige Nutzung aktuell nicht hergibt.

Ein Bauantrag beim Landkreis Gifhorn sei bereits eingereicht, so die Vorlage. Die Stadtverwaltung prüfe zudem noch, ob das Einvernehmen der Kommune zu dem Vorhaben erteilt werden kann.

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