Südheide zieht mit drei Mitarbeiterinnen in Ladenlokal neben der Wallpassage ein

Das neue Tourismus-Büro in Wittingen

Ursula Brüns (l.), Südheide-Geschäftsführer Jörn Pache und Wirtschaftsförderin Sabrina Puskeiler freuen sich auf die neue Tourismus-Information an der Langen Straße.
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Ursula Brüns (l.), Südheide-Geschäftsführer Jörn Pache und Wirtschaftsförderin Sabrina Puskeiler freuen sich auf die neue Tourismus-Information an der Langen Straße.

Wittingen. Gas geben beim Fremdenverkehr – das ist das erklärte Ziel der Wittinger Politik.

Sichtbaren Ausdruck findet diese Absicht im neuen Jahr an der Langen Straße: Zwischen der Wallpassage und dem Lokal „Bei Scheppi“ wird die Touristen-Information der Südheide Gifhorn einziehen.

In den Geschäftsräumen, in denen früher unter anderem Jeans, dann Modeschmuck und zuletzt Second-Hand-Waren verkauft wurden, sollen künftig drei Mitarbeiterinnen der Südheide als Ansprechpartnerinnen für Besucher zur Verfügung stehen, die sich über Radtouren, Sehenswürdigkeiten oder andere touristische Angebote im Nordkreis informieren wollen.

Bislang hatten sie ihren Arbeitsplatz in Hankensbüttel. Doch im Luftkurort wollte man die eigenen Südheide-Anteile von 10 auf 2 Prozent reduzieren – da griff Wittingen zu. Die Stadt hält statt bislang 1,67 künftig 9,67 Prozent der Anteile und lässt sich das einen entsprechenden Anteil am jährlichen Zuschuss zur Finanzausstattung der GmbH kosten. Der beträgt für alle Gesellschafter – die Landkreis-Kommunen, der Landkreis selbst und die DEHOGA – zusammen 500.000 Euro. Wittingen ist also mit über 48.000 Euro dabei.

Zum 31. Dezember ist in Hankensbüttel Schluss für die Tourismus-Information neben dem Rathaus. Ab dem 1. Januar ist die Südheide offiziell Mieter bei Familie Brüns, der das Gebäude neben der Wallpassage gehört. Geschäftsführer Jörn Pache schätzt, dass nach Abschluss aller Umbauarbeiten der Einzug Ende Januar, Anfang Februar erfolgen kann.

In der Touristen-Info wird es im vorderen Bereich einen barrierefreien Zugang für die Besucher geben. In einen hinteren Bereich führt eine kleine Treppe zu einem Büro, die Mitarbeiterinnen werden von dort auch Arbeiten wie die Katalog-Erstellung oder die Pflege der Internet-Präsenz der Südheide übernehmen.

„Die Lage ist top“, meint Pache mit Blick auf die Nähe zum Marktplatz als Herz der Altstadt. Das sieht auch die Wittinger Wirtschaftsförderin Sabrina Puskeiler so: „Wir freuen uns, dass es an diesem Standort geklappt hat.“ Gemeinsam mit der Südheide sei die Stadt in Gesprächen, um etwa Angebote für den Fahrradtourismus zu entwickeln. Der Mietvertrag, so Pache auf IK-Nachfrage, sei nicht befristet: „Wir sind hier, um zu bleiben.“

Ursula Brüns als Vermieterin sagt: „Wir sind sehr froh, dass die Südheide hier einzieht.“ Man wolle versuchen, die anstehende Städtebauförderung zu nutzen, um Fenster und die Fassade des Gebäudes zu erneuern.

Von Holger Boden

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