Stadt will Planung an Feldstraße voranbringen – eventuell in Abschnitten

80 neue Bauplätze in Knesebeck?

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Auf der Südseite der Feldstraße (linke Bildseite) könnten in vier Reihen mehr als 60 Bauplätze entstehen. Nördlich des Weges gibt es zusätzliche freie Parzellen. Mit einigen Eigentümern laufen noch Gespräche über einen Verkauf. 

Knesebeck – Jahrelang passierte nicht viel bei der Baulandausweisung – jetzt will die Stadt Wittingen klotzen statt kleckern. Im Bauausschuss war jetzt die Rede von bis zu 80 neuen Bauplätzen, die an der Feldstraße in Knesebeck entstehen könnten.

Bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme votierte der Ausschuss dafür, einen Bebauungsplan für das Gebiet aufzustellen.

Ein Planungsbüro hat im Auftrag der Stadt ein Vorkonzept entwickelt. In der resultierenden Skizze gehe es um 62 Grundstücke, hieß es in der Sitzung. Diese liegen südlich der Feldstraße. Zudem wurde aus der Politik der Wunsch laut, auch die freien Parzellen einzubeziehen, die nördlich der Straße liegen.

Ein Teil des südlichen Bereiches befindet sich außerhalb des geltenden Flächennutzungsplans, sodass zunächst noch weitere bauleitplanerische Hausaufgaben nötig sind, bevor die Gesamtheit der vorgesehenen Fläche ausgewiesen werden könnte.

Diskutiert wurde, ob Letzteres denn überhaupt gewünscht sei – oder ob man nicht mit insgesamt knapp 80 Grundstücken etwas forsch zur Sache gehen würde. Hans-Heinrich Koch (SPD) sprach sich dafür aus, alles in einem Rutsch zu beplanen, aber bei der konkreten Ausweisung dann abschnittsweise vorzugehen. Karl-Heinz Brandes (CDU) sah das genauso und regte an, in der südlichsten Grundstücksreihe auch die nötigen Ausgleichsflächen vorzusehen. Sein Fraktionskollege Walter Schulze (Knesebeck) plädierte dafür, in jedem Fall auch die Parzellen auf der Nordseite ins Gesamtpaket einzubeziehen.

Gegen die Dimension der Planung wandte sich Andrea Harms (FWG): „80 Grundstücke finde ich ein bisschen viel.“ Sie brachte zudem eine Bebauungsverpflichtung für die Käufer ins Gespräch, damit keine „Enkelgrundstücke“ vorgehalten werden. Das sahen auch andere so.

Am Ende gab es eine deutliche Mehrheit für die Aufstellung eines Bebauungsplans und die zusätzliche Änderung des Flächennutzungsplans. Der Knesebecker Ortsrat soll die Sache auch noch einmal vorgelegt bekommen. Bis die ersten Grundstücke ausgewiesen werden, dürfte das gesamte Verfahren noch etliche Monate in Anspruch nehmen.

VON HOLGER BODEN

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