Vermilion stellt Pläne für Felder vor

Neue Aktivitäten für mehr Öl bei Vorhop und Knesebeck

Ölpumpe bei Vorhop: Vermilion will seine Förderung zwischen Knesebeck und Schönewörde weiter optimieren.
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Ölpumpe bei Vorhop: Vermilion will seine Förderung zwischen Knesebeck und Schönewörde weiter optimieren.

Vorhop/Knesebeck/Schönewörde – Vermilion hat viel vor. Der Erdöl- und Erdgas-Produzent will zwischen 2022 und 2026 diverse Baumaßnahmen zur Förderoptimierung in den Ölfeldern Vorhop und Vorhop-Knesebeck in die Tat umsetzen.

Vorgeschaltet ist ein umfangreicher Genehmigungs- und Beteiligungsprozess, bei dem auch Bürger Anregungen und Bedenken vorbringen können.

Weil die Planungen das Territorium der Stadt Wittingen berühren (zum Teil liegen betroffene Bohrplätze auch in der Gemeinde Schönewörde), ist auch eine Stellungnahme der Kommune gefordert. Im jüngsten Bau- und Umweltausschuss stellten der Vermilion-Generalbevollmächtigte Jürgen Rückheim und Unternehmenssprecherin Sandra Finger die Pläne daher vor.

Dazu gehören

• drei Neubohrungen: Diese sollen auf existierenden Betriebsplätzen stattfinden, voraussichtlich 2024. Vermilion will damit unter Tage neue Bereiche der Lagerstätte erschließen. Ein Betriebsplatz liegt im Wald südlich des Knesebecker Bullenbergs. Zwei weitere liegen nordöstlich beziehungsweise südlich von Schönewörde.

• sieben Ablenkbohrungen (zwischen 2022 und 2026): Bestehende Bohrungen bekommen eine neue Richtung. Fünf der sieben Standorte liegen südlich des Bullenbergs. Eine davon ist eine Einpressbohrung (Lagerstättenwasser wird in die Öl-Lagerstätte zurückgeführt), die übrigen sind Produktionsbohrungen. Dies gilt auch für zwei Vorhaben bei Vorhop und Schönewörde.

• eine Konvertierung: Aus einer Produktionsbohrung südlich des Bullenbergs soll 2022 eine Einpressbohrung werden.

• Leitungsbau: Sechs alte Feldleitungen aus Polyethylen sollen durch neue Leitungen aus korrosionsbeständigem glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ersetzt werden. Insgesamt geht es um rund 3600 Meter im Bereich südlich von Knesebeck. Darüber hinaus soll eine bestehende Sammelleitung für Lagerstättenwasser durch eine GFK-Leitung ersetzt werden. Die 6,7 Kilometer lange Trasse führt aus einem Fördergebiet südlich von Schönewörde zum Betriebsgelände nördlich der Schwarzburg.

Alle genannten Leitungen verlaufen durch Wasserschutzgebiet, dort liegen auch die Betriebsplätze, an denen Veränderungen stattfinden. Die neue Sammelleitung werde mit mordernster Leckage-Erkennung ausgestattet, betonte Rückheim gegenüber dem Ausschuss.

Unter www.vermilion-im-dialog-schönewörde.de läuft noch bis zum 30. November ein digitales Beteiligungsverfahren. Genehmigungsbehörde für die Vermilion-Vorhaben ist das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie.

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