Noch ist offen, wann die Wittinger Krähen-Vergrämung 2019 startet

30 Nester unweit der Klinik

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Saatkrähen in Aktion über Wittingen: Flugbewegungen gestern Nachmittag über den Nistbäumen an der Gustav-Dobberkau-Straße.

Wittingen – Wie geht es weiter im Kampf gegen störende Saatkrähen auf Wittingens Innenstadt-Bäumen? Diese Frage kann derzeit nicht beantwortet werden, denn die Monitoring-Ergebnisse zum vergangenen Jahr liegen noch nicht vor.

Stadtbürgermeister Karl Ridder sagte auf IK-Anfrage, krankheitsbedingt habe es in dieser Sache beim beauftragten Fachbüro Verzögerungen gegeben.

Seit zwei Jahren dürfen die Krähen in Wittingen an bestimmten Stellen durch Krähenklappen vergrämt werden. Die werden an Nistschwerpunkten platziert, Passanten und Anwohner können damit klappern.

Letztes Jahr begann die Klapper-Saison am 15. Januar. Dass es dieses Jahr an diesem Termin ebenfalls losgeht, erscheint zweifelhaft. Vom Landkreis Gifhorn heißt es auf Anfrage, die untere Naturschutzbehörde werde im Laufe des Monats mit der Stadt Wittingen – als Auftraggeberin des Monitorings – Kontakt aufnehmen, um „für die kommende Brutsaison die Maßnahmen zur Vergrämung abzustimmen“.

Es wäre dann der Start in die dritte Vergrämungs-Phase. Insgesamt ist das Pilot-Projekt auf fünf Jahre ausgelegt. Kritiker haben moniert, dass nicht ganzjährig vergrämt werden darf, andere bemängeln einen Verdrängungseffekt mit der Entstehung von Krähenkolonien an neuen Orten. Das Monitoring soll auch solche Effekte dokumentieren.

In der Innenstadt gibt es derzeit einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Junkerstraße/Gustav-Dobberkau-Straße. Rund um Spittahaus, Stephanushaus und Junkerhof – und damit auch in Krankenhausnähe – kann man etwa 30 Nester zählen, und zahlreiche Krähen lassen sich dieser Tage auf den Baumkronen im Januarwind wiegen. An der St. Stephanuskirche sind es derzeit nur noch zwei Nester. Über dem Spielplatz am Umweg – zuvor ebenfalls ein neuralgischer Punkt – scheint die Luft rein, und auch vom Wall haben sich die Vögel offenbar weitgehend verzogen. Allerdings steht die Nistsaison ja erst noch bevor.

VON HOLGER BODEN

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