Kreistag macht Haken unter mehrjähriges Ausweisungs-Verfahren

Naturschutzgebiet an der Ohre

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Die Ohre präsentiert sich in ihrem nördlichen Teil weitgehend kahl – gilt aber auch hier als schützenswert. 

bo Rade/Ohrdorf. Vor fast drei Jahren ist das Thema dem Ohrdorfer Ortsrat vorgestellt worden – nun hat der Kreistag einen Punkt dahinter gesetzt: Der Landkreis als Unter Naturschutzbehörde hat die Verordnung über das Naturschutzgebiet „Obere Ohre / Landwehr von Rade“ erlassen.

Das Schutzgebiet erstreckt sich bei geringer Breite über eine Länge von etwa 7,5 Kilometer. Im nördlichen Teil geht es überwiegend um schutzwürdigen Wald. Der südliche Teil, in dem die Ohre als Gewässer in Erscheinung tritt, ist nach Angaben der Kreisverwaltung „überwiegend ein Entwicklungsgebiet, das vom Land Niedersachsen im Zuge der von der EU geforderten Nachmeldung von Gebieten zunächst nur wegen seiner Leitlinienfunktion für den Fischotter gemeldet wurde“. Inzwischen sei der Biber eingewandert.

Die Ohre soll durch das Schutzgebiet einen 20 Meter breiten Randstreifen bekommen, der „langfristig über das Vorkaufsrecht des Landes, den Einsatz von EU- und Landesmitteln für Entwicklungsmaßnahmen und durch Steuerung von Greeningmaßnahmen zu einer Aufwertung führen soll“, heißt es seitens des Landkreises.

In dem Schutzstreifen ist es unter anderem verboten, Hunde frei laufen zu lassen, zu zelten, wild lebende Tiere oder die Ruhe der Natur zu stören. Selbst Modellflugzeuge müssen mindestens 500 Meter Abstand zu dem Gebiet halten. Eigentümer und Nutzungsberechtigte dürfen die fraglichen Flächen bewirtschaften.

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