Produktionsausfälle nach Feuer bei Butting / Brandursache noch unklar

Nach Brand auf Butting-Gelände: „Ausmaß nicht absehbar“

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Dieses Foto verdeutlicht das Ausmaß des Schadens an der vom Feuer zerstörten Produktionshalle. Welcher Schaden nun durch Produktionsausfälle noch hinzu kommt, ist derzeit offen.

Knesebeck. Produziert wurde nicht, stattdessen liefen Wartungsarbeiten. Doch was genau am Sonnabend den Brand einer 4.000-Quadratmeter-Halle auf dem Butting-Gelände in Knesebeck ausgelöst hat, das war auch gestern noch unklar.

„Zur Ursache werden wir heute noch nichts sagen können“, erklärte der Sprecher der Polizeiinspektion Gifhorn, Thomas Reuter, am Mittag. Die Ermittlungen würden vielleicht noch die nächsten Tage in Anspruch nehmen.

Nach Angaben des Unternehmens selbst ist inzwischen das Landeskriminalamt in die Untersuchungen eingeschaltet worden.

Rauchsäulen über dem Werksgelände von Butting in Knesebeck: Dieses Bild bot sich am Samstagnachmittag.

In der abgebrannten Halle war bislang die Beize angesiedelt, in der die Edelstahlprodukte chemisch gereinigt wurden. Die Halle ist zerstört. Der Totalschaden an sämtlichen Maschinen und Einrichtungen in der Halle sei bestätigt worden, teilte gestern Unternehmenssprecherin Andrea Kiel mit. Offen ist, wie sehr der Schaden über die direkt betroffene Halle hinausgeht: Sachverständige würden derzeit die Gebrauchsfähigkeit der angrenzenden Fertigungshallen prüfen.

Bitter auf jeden Fall: Vorübergehend mussten große Teile der Produktion stillgelegt werden, weil unter anderem ein Stromverteiler sowie eine Druckluftstation durch den Brand zerstört wurden. „Das Ausmaß der Produktionsausfälle sowie des Gesamtschadens ist derzeit noch nicht abzusehen“, hieß es gestern. Der Schaden an der Halle allein wurde am Wochenende in einer ersten Einschätzung auf „siebenstellig“ geschätzt.

+++ Am Samstag war es auf dem Gelände der Firma Butting in Knesebeck zu einem schweren Gebäudebrand gekommen, in dessen Folge eine Halle komplett einstürzte. +++

Laut Kiel gibt es bei Butting auf dem Werksgelände regelmäßig Brandschutzübungen mit der Feuerwehr, und Gefahrenabwehrpläne liegen vor. „Vorbeugende Schutzmaßnahmen bezüglich einer Gewässergefährdung wurden umgehend eingeleitet und haben gegriffen“ so die Sprecherin. Mit dem Gefahrgutzug der Feuerwehr Wahrenholz seien gestern umfangreiche Sicherungsmaßnahmen für einen Vorfluter, die Kiekenbruchsrönne, vorgenommen worden.

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Von Holger Boden

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