Feierliche Freisprechung in der Rader Deele / Drei Hammerschläge

„Müller ist ein toller Beruf“

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Lehrer, Prüfer und Offizielle stellten sich nach der Freisprechung mit den frisch gebackenen Müllern zum Abschlussfoto auf.

rl Wittingen/Rade. „Müller ist ein toller Beruf. “ Mit diesen Worten leitete Andreas Bolte vom Verband Deutscher Mühlen die Freisprechung von 33 jungen Müllern ein, die in der Rader Deele ihre Gesellenbriefe erhielten.

Und wie es Tradition ist, rief ihnen Prüfungsausschussvorsitzender Hubertus Nitzschke nach drei Hammerschlägen zu: „Glück zu, ihr Müllersleut’“.

Manuel Sputh (r.) wurde mit dem goldenen Weizenkorn durch Hans-Rainer Rohde geehrt.

Drei Jahre haben die frisch gebackenen Müller aus ganz Norddeutschland in Wittingen an der Müllerschule gelernt, gelebt, gelacht und auch gelitten, drei Jahre haben sie auf diesen Moment hingearbeitet – die Freisprechung. Abteilungsleiter und Ausbilder Hans-Rainer Rohde bescheinigte den jungen Müllern eine großartige Zukunft. Ob in der Lebensmittelindustrie, in Mischfutterwerken, in klassischen Mühlen oder in vielen anderen Bereichen – es gibt mehr Bedarf als Müller (Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft, so die offizielle Berufsbezeichnung) ausgebildet werden. Rohde dankte im Namen seines Teams dem Verband Deutscher Mühlen, dem engagierten Prüfungsausschuss, dem Haus Blume in Wittingen, dem Berliner Hof in Rade, der Familie Schröder und allen anderen Firmen, die die Müllerschule immer wieder unterstützen.

Carsten Melchert, Schulleiter der BBS II Gifhorn, zu der die Müllerschule gehört, forderte den Müllernachwuchs auf, am Ball zu bleiben. „Leistungsbereitschaft und Einsatz zahlen sich aus“, sagte er. Ähnlich äußerten sich der stellvertretende Landrat Werner Warnecke, Wittingens Ortsbürgermeister Wolfgang Trautmann und Claudia Meimbresse von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Siegfried Schilling von der Müller-Pensionskasse ehrte die vier besten Lehrlinge mit Geldprämien. Dann dankte sehr emotional Schülervertreter Jan-Thoren Flatt (Bohlsener Mühle) dem Lehrkollegium für den gut durchdachte Unterricht, dem Haus Blume, dem Berliner Hof und der Rader Deele für Betreuung und Verpflegung.

Ehrungen

Goldenes Weizenkorn: Manuel Sputh aus Nesse-Apfelstädt (Thüringen). Das goldene Weizenkorn wird an Lehrlinge vergeben, die auf dem Abschlusszeugnis mindestens eine 1,3 im Durchschnitt erreichen und in der praktischen sowie theoretischen Prüfung mindestens eine Zwei erzielen. Die Besten nach Durchschnittsnote: 1. Simon Witten, Firma Bröring/Dinklage (Nds). 2. Manuel Sputh, Firma Zitzmann/Nesse-Apfelstädt (Thür.). 3. Jan Grohn, Firma For Farmers/Rees (Nds.) 4. David Reisewitz, Firma Rüningen/Braunschweig (Nds.).

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