Morgendliche Rutschpartien

Im vergangenen Winter hatte der Landkreis Gifhorn einmal wegen der Witterungsverhältnisse den Unterrichtsausfall an Schulen angeordnet.

Landkreis Gifhorn - Von Carola Paiser. Der vergangene Winter dürfte allen Bewohnern noch sehr gut in Erinnerung sein. Auch der Landkreis Gifhorn bleibt von extremen Wetterverhältnissen wie Glatteis, Eisregen, starke Schneefälle oder heftige Stürme nicht verschont. Nicht nur Berufspendler sind davon betroffen, wenn die morgendlichen (Auto-)Fahrten zu gefährlichen Rutschpartien werden, sondern auch der Schülerverkehr. „Ob der Unterricht ausfällt, entscheidet der Landkreis“, erläutert Karsten Kreutzberg, Fachbereichsleiter Schule bei der Kreisverwaltung.

Die Entscheidung über Unterrichtsausfall, so Kreutzberg, ist immer eine Risikoabwägung, die mit verschiedenen Stellen abgesprochen wird. Die Straßenmeistereien, die Busunternehmen und der Landkreis schätzen die Verkehrslage ein. Spätestens um 5.30 Uhr muss die endgültige Entscheidung gefallen sein: Kann die Schülerbeförderung sicher abgewickelt werden oder nicht. Wenn die Sicherheit gefährdet ist, ordnet der Kreis den Unterrichtsausfall an. Öffentliche Busse und Sonderbeförderungen werden eingestellt. Der Landkreis trifft jedoch nur Entscheidungen über einen flächendeckenden Schulausfall.

„Genaue Informationen erhalten Eltern über die bekannten regionalen Rundfunksender. Aber auch im Internet gibt es unter http://www.vmz-Niedersachsen.de oder http://www.gifhorn.de informationen“, erläutert der Fachbereichsleiter. Grundsätzlich könnten Eltern von Kindern bis zur 10. Klasse entscheiden, ob sie ihr Kind zu Hause behalten oder früher von der Schule abholen. Kreutzberg: „Eine Aufsicht in der Schule ist in jedem Fall gesichert.“

Treten während des Unterrichts extreme Witterungsverhältnisse auf, die eine schwerwiegende Gefährdung der Schüler auf dem Heimweg erwarten lassen, kann die Schulleitung über eine vorzeitige Beendigung des Unterrichts entscheiden. Die Kleinsten im Primarbereich dürfen nur dann vorzeitig nach Hause entlassen werden, wenn sie von den Eltern abgeholt werden oder die Erziehungsberechtigten sich telefonisch mit der Entlassung einverstanden erklären.

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