Stiftung Haus Kreyenberg setzt auf Unterstützung durch Bürger

„Mit Nutzung überzeugen“

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Soll neuen Glanz bekommen: Haus Kreyenberg.

Wittingen. Die Haus Kreyenberg Stiftung ist gegründet. Gestern unterschrieben Vertreter der Stiftungsgründer – des Freundeskreises Haus Kreyenberg, des Kulturvereins, des Heimatvereins, der Stadt Wittingen und der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg – die Stiftungs-Urkunde.

„Das ist ein herausragender Baustein für die Zukunft des Hauses Kreyenberg. Wir haben den Anspruch, dieses Haus wieder im neuen, alten Glanz erscheinen zu lassen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Gerhard Döpkens.

Besonders wichtig sei es nun, die Bürger der Stadt und der Region mit ins Boot zu holen. Mit Spenden oder Zustiftungen könne sich jeder beteiligen. „Dieses Haus dokumentiert Heimat“, bekräftigte Dr. Alfred Stein, Vorsitzender des Heimatvereins. Dessen Mitglieder hätten dieses Haus „seit Jahrzehnten“ auf der Agenda, verfügten nur nicht über die Mittel.

Politisch sei ein Kauf des Hauses durch die Stadt bei der Zwangsversteigerung nicht gewollt gewesen, bedauerte Bürgermeister Karl Ridder. Doch jetzt verspreche man sich einen Impuls für Wittingen. „Wir erhoffen eine weitere Aufwertung unserer schönen Innenstadt, wenn im Zuge der Sanierung des Hauses auch andere Eigentümer die Substanz ihrer Häuser verbessern.“

Die Übernahme des Hauses Kreyenberg durch die Stiftung sei bereits geregelt. „Sobald eine Sanierungsfinanzierung vorliegt, soll das Haus von der Stiftung übernommen werden“, sagte Döpkens. Finanziell gebe es bereits erste Zusagen. Der Bund wolle 150 000 Euro beisteuern, gute Aussichten gebe es auch auf EU- und Landesmittel und von weiteren Institutionen.

„Wir wollen die Menschen vor allem mit der Nutzung des Hauses überzeugen. Dieses zukunftsgerichtete Projekt kann nur mit der Unterstützung vieler Menschen vor Ort gelingen“, bekräftigte Döpkens. Daher sei ein noch zu erstellendes Nutzungskonzept von entscheidender Bedeutung. Anvisiert sei eine Nutzung, die zu dem altehrwürdigen Objekt passe und eine Fläche für die Öffentlichkeit biete.

Als nächsten Schritt will die Stiftung einen Fachplaner, der eine Bestandsaufnahme vornehmen soll, und ein Gestaltungsbüro beauftragen. Döpkens zeigte sich zuversichtlich, schon im dritten Quartal die weiteren Schritte vorstellen zu können. Dass sich die Sparkasse engagiere, begründete er mit der „besonderen Bedeutung“ Wittingens für das Geldinstitut. Zudem habe man ein Interesse, dass die Standorte florierten.

In das Kuratorium der Stiftung wurden neben Döpkens und Ridder mit Friedrich Winkelmann, Ursula Brüns und Dr. Alfred Stein die Vorsitzenden des Freundeskreises, des Kulturvereins und des Heimatvereins berufen. Im Vorstand der Haus Kreyenberg Stiftung sitzen der Architekt Horst-Helmut Müller und mit Walter Müller ein in Stiftungen erfahrener Sparkassenfachmann.

Von Burkhard Ohse

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