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Mit der Langen Straße in Wittingen kommt’s zum Ende.

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Von: Pascal Patrick Pfaff

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Straßenschilder zeigen die Weggabelung Lange Straße/Junkerstraße in Wittingen.
Die Umgestaltung der Langen Straße ist in Wittingen fast abgeschlossen. Ab 2023 ist dann unter anderem die Junkerstraße dran. Sie soll komplett saniert werden. © Pfaff, Pascal Patrick

Seit dem Spätsommer 2021 wird in der Langen Straße gebaut. Mit einer 90-prozentigen Förderung aus dem Programm „Perspektive Innenstadt“ sind die Umgestaltungs- und Sanierungsarbeiten in Wittingens Altstadt nun aber bald abgeschlossen.

Wittingen – Ende März soll es soweit sein. Das bestätigt auch Sabrina Puskeiler, Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung bei der Stadt Wittingen: „Alles ist im Plan. Die Materialien wurden pünktlich geliefert und die Arbeiten ohne Verzögerung ausgeführt.“ Mehrkosten seien keine entstanden, die 312 000 Euro für das Vorhaben indes noch nicht ganz bezahlt. „Weil die Querungshilfen noch nicht gebaut sind“, so Puskeiler.

Grüninseln noch nicht ganz fertig

Es ist der letzte Teilschritt eines Projekts, das in 2021 und 2022 für einige Diskussionen sorgte. Mancher Anlieger fühlte sich nicht eingebunden in die Pläne, andere wollten mehr Parkplätze oder kritisierten die Baumfällungen. Botschaften, die auch von der Verwaltung gehört wurden: „Die Leute fragten etwa, ob bestimmte Bäume wirklich wegmüssen oder die Grüninseln auch um einen Meter versetzt werden können“, sieht Puskeiler darin einen Denkanstoß. Es sei gut, von außen Anregungen zu bekommen.

Nicht alle Wünsche ließen sich jedoch in die Tat umsetzen. „In der Innenstadt gibt es gewachsene Strukturen und begrenzte Flächen. Da geht nicht alles, was gewollt ist“, erkennt Puskeiler Schwierigkeiten. Hinzu komme, dass das Förderprojekt „Lange Straße“ bis zum Ende des Ausschreibungszeitraums im März 2023 abgeschlossen sein muss, um nicht Teile der Fördersumme zu verlieren. Laut Puskeiler „ein sehr sportlicher Zeitplan“, dessen enge Grenzen den Raum für Diskussionen abstecken. „Und das bereits im Ortsrat sowie dem Bau- und Verwaltungsausschuss. Sie alle beraten darüber.“

Inhaltlich drehten sich die Gespräche um Bäume, Bänke, Grüninseln und Spielflächen in der Altstadt. Stand ist, dass alle Bäume, die weggenommen auch ersetzt wurden. Laut Puskeiler ist sogar circa ein halbes Dutzend zusätzlich angepflanzt worden; die in puncto Klimaschutz wichtigen Grüninseln seien neu eingefasst und größer gestaltet – aber noch nicht alle final angelegt.

Die roten Bänke tragen nun ein braun-anthrazitfarbenes Design (wie die Abfalleimer). „Was den Spielbereich für Kinder anbelangt, so hätten wir gerne mehr Geräte gehabt. Aufgrund der Abstände vor Ort war das aber nicht möglich“, klärt die Verwaltungsfrau auf. Auch seien vor dem Fotostudio und dem Fahrdienst öffentliche Parkplätze ausgewiesen worden. Alles Dinge, die laut Puskeiler von den politischen Gremien und den Bürgern ein positives Feedback erhalten haben: „Das wird von ihnen mitgetragen.“

Zudem plant die Verwaltung bekanntlich ein Parkverbot im östlichen Bereich der Langen Straße. Grund sei, dass unter anderem sowohl die Müllabfuhr als auch Feuerwehr und Polizei dort nicht mehr durchkommen, wenn in dem Bereich beidseitig geparkt wird statt auf den dafür vorgesehenen Flächen. „Der Landkreis muss dies aber genehmigen. Eine Formalie, die wir derzeit noch abwarten“, so Puskeiler.

Ab Januar neues Straßenbauprojekt

Während das Projekt „Lange Straße“ nun in den letzten Zügen ist, geht es mit einem anderen im Januar los. Junkerstraße, Gustav-Dobberkau-Straße und die Straße Fulau sollen im Rahmen der Städtebauförderung umgestaltet werden – laut Puskeiler eine Maßnahme, die „weitaus umfangreicher ist als in der Langen Straße“. Es stehe die komplette Sanierung der Fahrbahnen und Gehwege an. Ein erstes Grobkonzept des Planungsbüros liege bereits vor; Gespräche zwischen Bürgern, Verwaltung und den Lokalpolitikern müssten demnächst geführt werden. „Am Dienstag, den 10. Januar, wird es ab 19 Uhr eine Anliegerversammlung in der Wittinger Stadthalle geben“, so Puskeiler. Und es geht Schlag auf Schlag: Am Donnerstag, 12. Januar, ist eine Ortsratssitzung zum Thema anberaumt, gefolgt vom Ausschuss für Bauangelegenheiten und Umwelt am Montag, 16. Januar.

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