Land fördert Sanierung der maroden Liegestelle

Millionen für den Wittinger Hafen

Ein Schiff liegt an der maroden Liegestelle am Wittinger Hafen.
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Die marode Liegestelle soll ertüchtigt werden, sogar Schwergutumschlag soll dann möglich sein. Vom Land fließt dafür eine substanzielle Fördersumme.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Wittingen – Die Entwicklung des Wittinger Hafens wird nicht nur im Rathaus vorangetrieben – sie steht auch beim niedersächsischen Wirtschaftsministerium in Hannover auf der Agenda. Von dort sind jetzt 2,5 Millionen Euro Fördergeld für die Sanierung und Modernisierung der Liegestelle bewilligt worden, die die Stadt vom Wasser- und Schifffahrtsamt übernehmen will.

Das entspricht nach Angaben des Ministeriums fast 70 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben – eine Förderung also, die den Stadthaushalt stark entlastet und das Projekt vermutlich erst möglich macht.

Die Pläne, mit der Liegestelle die Umschlagskapazität zu erhöhen, werden schon seit Jahren diskutiert. An dem 175 Meter langen Kai soll künftig auch Schwergut verladen werden können. Die Ziele der Förderung, die über das Sonderprogramm Häfen läuft: regionales Wirtschaftswachstum und Sicherung bzw. Schaffung von Jobs.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann freut sich, dass „wir unseren Teil zur Zukunftsfähigkeit des Standortes Wittingen beitragen konnten. Dazu gehört übrigens auch eine Verbesserung der Gleisinfrastruktur.“

Neben dem Hafen sei auch die Bahnstrecke Celle-Wittingen im Blick des Landes. Aus dem Ministerium heißt es: „Während das Land Vorbereitungen zu einem möglichen Kauf der gesamten OHE-Schieneninfrastruktur vorantreibt, hat die OHE AG bereits die Sanierung der Strecke Celle-Wittingen im Blick.“ Und da sei die gute Nachricht, dass auch dafür Fördermittel fließen: „Für die Förderung des Bundes über das Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz (SGFFG) liegt jetzt der Förderbescheid über 1,89 Millionen Euro vor.“ Zudem seien Weitere Fördermittel des Landes in Höhe von 1,5 Millionen Euro in der Planung der OHE vorgesehen. Mit der Erneuerung von rund 12 Kilometer Gleis solle „die durchgängige Befahrbarkeit der gesamten Strecke sichergestellt werden“.

Das sind schöne Perspektiven für Wittinger Politik und Verwaltung mit Stadtbürgermeister Andreas Ritter an der Spitze, das wird aber auch auf anderen politischen Ebenen wahrgenommen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias Heilmann sagt: „Ich freue mich sehr, dass das erste Projekt, was ich als Landtagsabgeordneter 2018 angepackt habe, nun zu einem erfreulichen Abschluss gekommen ist.“ Gemeinsam mit dem ehemaligen Rathauschef Karl Ridder habe er in Hannover dafür gekämpft, dessen Nachfolger Ritter habe den Weg weiterverfolgt.

Im Sommer sei nun der Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil (SPD) für die Verhandlungen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt mit ins Boot geholt worden. Der ist mit Blick auf die Pläne für Bahnstrecke und A 39 überzeugt: „Die Lage im geografischen Dreieck von Hannover, Hamburg und Berlin, verbunden mit der verbesserten Anbindung wird sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung und das Beschäftigungsniveau im Landkreis auswirken.“

Zufrieden zeigt sich auch Gifhorns Landrat Dr. Andreas Ebel (CDU): „Für die Förderung dieser Projekte habe ich mich sehr eingesetzt, denn der Wittinger Hafen und die Bahnstrecke Celle-Wittingen sind sehr wichtige Infrastrukturprojekte für den Landkreis Gifhorn.“ Die Trimodalität – Straße, Schiene, Schifffahrt – sei wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

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