Im Wittinger Einzelhandel gab es gestern kaum Umtauschbedarf bei Weihnachtspräsenten

Die meisten Geschenke sind Treffer

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Sieht nach Umtausch aus, ist aber schon der Kauf eines Geburtstagsgeschenks für die kommenden Tage: Sina Neuschulz (rechts), Verkäuferin im Fachhaus Glaubitz, bedient eine Kundin.

Wittingen. Radiosender rühren derzeit lautstark dafür die Werbetrommel, Anbieter von Internetbörsen reiben sich die Hände: Vielerorts ist eine wahre Umtauschwelle von Weihnachtsgeschenken angesagt.

Doch in Wittingen hält sich das Umtauschfieber in den Einzelhandelsgeschäften noch sehr in Grenzen. Nur vereinzelt haben Kunden gestern Geschenke zurückgegeben und dafür neue Waren gekauft.

„Ich hatte heute noch keinen einzigen Umtausch, vielleicht kommt das noch in den nächsten Tagen“, sagt Andreas Bona vom Elektrofachgeschäft Schwankhaus gestern Nachmittag. Fernseher und Waschmaschinen seien eben nicht so die typischen Umtausch-Artikel. „Und die Zeiten, in den Männer ihren Frauen zu Weihnachten Dosenöffner und Mixer geschenkt haben, sind endgültig vorbei – zum Glück“, erklärt er schmunzelnd.

Das gleiche Bild herrscht bei Elektro Busse, aber auch bei Electronic Partner Rönneberg. „Es wird im Vorfeld viel bewusster als früher eingekauft“, weiß Inhaber Matthias Rönneberg. „Die große Umtauschwelle erwarte ich für mich nicht.“

Anders sieht es dagegen im Uhren- und Schmuckgeschäft Fischer aus. „Heute wurden einige Ketten und Ringe umgetauscht“, berichtet Geschäftsführer Sven Fischer. „Das tritt jedes Jahr an den ersten beiden Tagen nach Weihnachten geballter auf.“ In einigen Fällen passte die Ringweite nicht, manchmal traf der Schmuck auch nicht den Geschmack des oder der Beschenkten. „Dann wird etwas anderes gekauft oder man nimmt Einkaufsgutschriften mit“, erläutert Fischer.

Umtauschbedarf gibt es gestern auch im Modehaus Ernst Dress. Dort wurden einige nicht passende Hemden und Hosen zurückgegeben. „Die Kunden haben sich aber gleich etwas anderes ausgesucht“, sagt Verkäuferin Angelika Gebhardt. Die Zahl der Umtausche habe sich sehr im Rahmen gehalten, ergänzt Kollegin Simone Schulz.

Ähnliches berichtet Jens Oldenburg, Chef des Modehauses Tietjen. „Umtausch-Probleme gibt es bei uns weniger, sondern eher im Internet-Versandhandel“, erklärt er. Dank der guten Beratung lasse sich im Modegeschäft hingegen schnell das Passende finden.

Kaum Umtauschbedarf vermeldet auch das Fachhaus Glaubitz. „Anders als vor zehn oder zwanzig Jahren kaufen die Kunden heute nur noch gezielt“, hat Geschäftsführerin Lara Gade festgestellt. Trotzdem herrscht gestern reger Andrang an der Glaubitz-Kasse. „Es werden viele Geschenkgutscheine eingelöst“, verrät Gade.

Von Bernd Schossadowski

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