Schwerverkehr von und nach Sachsen-Anhalt wird nun nördlich um das Bromer Nadelöhr geleitet

Mehr Laster bei Radenbeck

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Hier rollt der Schwerverkehr: Blick vom Radenbecker Kreisel in Richtung Nettgau.

Radenbeck. Über den Radenbecker Kreisel an der B 244 läuft jetzt mehr Verkehr.

Denn die Umleitung für Lkw, die nicht durch das Bromer Nadelöhr passen, wird nicht mehr über Klötze und Zicherie geführt, sondern von Mellin aus über Nettgau und Gladdenstedt und dann über die Landesgrenze.

Das bedeutet im Ergebnis eine höhere Verkehrsbelastung für den Abschnitt zwischen Gladdenstedt und Radenbeck sowie für die Bundesstraße zwischen Radenbeck und Brome. Die geänderte Verkehrsführung gilt nach Angaben von Bernd Mühlnickel, Leiter der Straßenbehörde des Landes in Wolfenbüttel, „bis auf weiteres“.

Was das konkret bedeutet, präzisierte Mühlnickel gestern gegenüber dem IK: „Bis eine Bromer Ortsumgehung gebaut wird.“ Die Lkw dürften also noch eine ganze Weile über den Radenbecker Kreisel geleitet werden. Wie hoch die Mehrbelastung ist, konnte Carmen Seidel, Sachgebietsleiterin für Verkehr bei der Straßenbehörde, gestern nicht sagen: „Da gibt es keine Zahlen.“ Die Verkehrsführung sei nur für Lkw ab 10 Meter Länge ausgewiesen.

Seidel betonte, dass man davon ausgehe, dass die Strecke von Mellin über Radenbeck für Verkehrsteilnehmer wie auch für Anwohner in der Summe die bessere Alternative sei. Die Umleitung über Klötze habe die Lkw-Fahrer 35 Kilometer gekostet, über Radenbeck seien es nur 9 Kilometer. Zudem gebe es an der neuen Strecke deutlich weniger Häuser.

Laut Mühlnickel kam die Initiative für die Änderung aus Sachsen-Anhalt. Dort werden einige Strecken nun deutlich entlastet – auch wenn der Salzwedeler Landrat Michael Ziche nach wie vor nicht ganz zufrieden ist, weil die Lkw in seinem Landkreis nach wie vor über Verbindungen rumpeln, die dafür nicht ausgelegt sind. „Die Kreisstraßen sind nicht dafür da, diesen Schwerlastverkehr aufzunehmen. Es muss deshalb schnell in Niedersachsen eine Lösung für Brome gefunden werden.“

Im Herbst werden die Lkw, die auf der B 248 gen Westen rollen, vorübergehend noch einmal über Klötze geschickt. Der Grund, so Sachgebietsleiterin Seidel, werden dann Straßenbauarbeiten im Altmarkkreis sein. Wenn die beendet sind, fließt der Schwerlastverkehr wieder über Nettgau.

Von Holger Boden und Monika Schmidt

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