Diakonisches Werk Wittingen und Ehrenamtliche betreuen Flüchtlinge im Nordkreis

Mehr Kapazitäten benötigt

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(Symbolfoto)

Isenhagener Land. Kaum ist er aus dem Urlaub zurück, ist der Schreibtisch wieder voll. Immer mehr Arbeit haben Sozialarbeiter Frank Breust und seine Kollegin Imke Banse im Diakonischen Werk Wittingen zu bewältigen.

Denn Flüchtlinge und Asylbewerber im Isenhagener Land wissen, an wen sie sich wenden können.

Sozialarbeiter Frank Breust

Schon seit über 25 Jahre bietet die Dienststelle Wittingen des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen Beratung und Betreuung von Flüchtlingen an. „Wir sehen uns als Beratungs- und Verbindungsstelle für die Flüchtlinge. Das heißt, wir helfen den Menschen bei behördlichen Angelegenheiten oder vermitteln zwischen ihnen und entsprechenden Stellen und Personen“, erklärt Breust. Der Landkreis Gifhorn habe zwar auch zuständige Stellen und Sozialarbeiter, allerdings sei es für Flüchtlinge im Nordkreis aufgrund der Entfernung eine zusätzliche Belastung, diese aufzusuchen. „Wir sind hier direkt vor Ort und damit einfach näher dran“, beschreibt Breust die Situation.

Und damit haben er und seine Kollegin alle Hände voll zu tun. In Niedersachsen haben bis Juli mehr als 8300 Personen Asylanträge gestellt. Das entspricht einer Steigerung von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgrunddesssen wurden auch zunehmend die Gemeinden mit der Unterbringung der Flüchtlinge betraut. Die Samtgemeinden Hankensbüttel und Brome und die Stadt Wittingen haben etwa seit April 72 Flüchtlingen dezentral untergebracht. Die meisten von ihnen stammen aus Südosteuropa. Lediglich vier Familien sind aus Syrien geflohen. Vom Eintreten der Prophezeiung eines syrischen Flüchtlingsstroms sei im Nordkreis wenig zu spüren, klärt Breust auf.

Dafür herrscht eine große Fluktuation. „Die meisten süd-osteuropäischen Flüchtlinge sind nicht länger als ein Jahr in Deutschland“, erklärt Breust. Über 90 Prozent ihrer Anträge würden schnell abgewiesen werden, was sie nur noch vor die Wahl stelle, freiwillig auszureisen oder sich ausweisen zu lassen. Bei den syrischen Flüchtlinge sei das aber anders. [...]

Von Steffen Schmidt

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