Ortsrat votiert einstimmig für Pläne am Alten Postweg

Mehr Hähnchenmastställe: Ohrdorf sagt Ja

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Die Pläne für die Erweiterung von Hähnchenmast und Biogasanlage am Alten Postweg sind für den Ohrdorfer Ortsrat in Ordnung.

Ohrdorf – Ein deutliches Ja zur Aufstellung eines Bebauungsplans für die Erweiterung der Hähnchenmastanlage südlich von Ohrdorf hat am Mittwochabend der Ohrdorfer Ortsrat abgegeben. Kritik an dem Vorhaben wurde – anders als auf Ebene der städtischen Politik - nicht laut.

Jürgen und Jörn-Christoph Heinrichs skizzierten dem Ortsrat und den rund 20 übrigen Zuhörern die Pläne der Ohre-Hähnchen Bioenergie GmbH.

An denen habe sich nichts geändert: Es gehe am Alten Postweg um zwei zusätzliche Mastställe, die der Landkreis genehmigen müsse. Zu diesem Zweck sei der Bebauungsplan erforderlich. Genehmigungsbehörde für die parallel geplante Erweiterung der Biogas-Anlage sei das Gewerbeaufsichtsamt. Jürgen Heinrichs sagte, für dieses Teilprojekt rechne er noch in diesem Sommer mit grünem Licht.

Die beiden Unternehmer nahmen Stellung zu Bedenken zu ihrem Vorhaben: Man betreibe mit den beiden Anlagen eine Kreislaufwirtschaft, der Hähnchenmist etwa werde gelagert und komme dann zur Verstromung in die Biogasanlage. Von einer Aufbereitungsanlage für das Regenwasser habe der Landkreis abgeraten, dieses werde aufgefangen und verdunste oder werde gegebenenfalls verregnet.

Für die Ohrdorfer Biogasanlage gibt es offenbar ähnliche Pläne wie für die Biogasanlage in Wittingen (das IK berichtete). Jörn-Christoph Heinrichs erläuterte, dass die Leistung hochgefahren werden, im Jahresdurchschnitt aber nicht gesteigert werden solle. Das diene der Flexibilisierung der Stromproduktion, um auf diese Weise zur Netzstabilität beitragen zu können.

Die Installation eines neuen Motors werde zu einem höheren Wirkungsgrad führen: „Wir sparen dadurch 1000 Tonnen Mais pro Jahr ein.“ Das reduziere die Anbaufläche. Abwärme der Motoren soll zur Beheizung der Hähnchenställe genutzt werden. Mit einer Erweiterung der Photovoltaikanlage soll der komplette Eigenstrombedarf des Standortes selbst erzeugt werden.

Mit Blick auf die Nitrat-Produktion im Zuge der Hähnchenmast sagte Jürgen Heinrichs, der Betrieb müsse ein Nährstoffverwertungskonzept vorlegen, das den gängigen Verordnungen standhalten müsse.  bo

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