Wittinger Ortsrat setzt Prioritäten für Baulandentwicklung

Mehr Grundstücke am Steinhaufenacker

Durch ein Maisfeld führt der Weg ins Baugebiet Steinhaufenacker.
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Der Ortsrat hätte die nächsten neuen Bauplätze gern am Steinhaufenacker.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Wittingen – Nach langer Suche wird für die Stadt nun offenbar neues Bauland in Wittingen greifbar. Vom Ortsrat war am Dienstagabend eine Priorisierung gefragt, welche verfügbaren Flächen denn am liebsten zuerst ausgewiesen werden sollten. Die Wahl fiel einstimmig auf eine Fortsetzung der Erschließung im Bereich Steinhaufenacker/Aschhorstweg. Der Ortsrat sprach sich zudem für eine Eigenvermarktung aus, und für künftige Bedarfe sollen bereits Optionsverträge abgeschlossen werden.

Zur Wahl standen außerdem Flächen im Wittinger Westen (westlich der Wilhelm-Busch-Straße) und am nördlichen Rand (nordöstlich des Bereichs Grüner Weg/Barkhausenstraße). Bei Platz zwei der Priorisierung schieden sich im Ortsrat die Geister, aber das spielte am Ende keine Rolle, denn in der Abstimmung legte man sich in dieser Hinsicht fürs Erste nicht fest.

Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg (BA) hätte sich auch vorstellen können, für zwei verschiedene Areale parallel eine Erschließung anzuschieben. Er sprach sich für die Kombination Steinhaufenacker/Wittingen-West aus. Stadtbürgermeister Andreas Ritter mahnte derweil, das Ganze müsse „finanziell machbar sein“, und auch die Innenentwicklung müsse gleichzeitig vorangetrieben werden. Allein im Bereich Steinhaufenacker werde man es bei einem abschnittsweisen Vorgehen im ersten Anlauf mit knapp 50 Bauplätzen zu tun haben.

Verwaltungsseitig hieß es, am Steinhaufenacker sei man sich mit dem Eigentümer „soweit handelseinig“. Um die Lücke in Richtung Knesebecker Straße zu schließen, habe man auch Kontakt mit dem Grundbesitzer der Fläche westlich des Aschhorstweges aufgenommen.

Während sich Jörg Friedrichs wie Rönneberg für Wittingen-West als zweite Priorität aussprach, sahen Hildrun Mitschke (SPD) und Andreas Bona (CDU) dieses Areal wegen der nahen A 39-Trasse kritisch und favorisierten wie Lothar Brause (CDU) die nordöstliche Alternative. „Ich würde da im Westen nicht bauen“, sagte Bona. Friedrichs hielt dem entgegen, dass Lärm durch die Autobahn in absehbarer Zeit möglicherweise kein so großes Problem mehr sei, wenn die E-Mobilität Einzug gehalten habe. Mitschke hingegen meinte, dass auch in einigen Jahren nach wie vor „nicht nur E-Autos“ unterwegs seien. Verwaltungsseitig wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Stadt bei neuem Bauland im Westen eventuell Schallschutzmaßnahmen treffen müsse.

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