Sommerfest: Goldkehlchen aus Weißes Moor ganz vorn / Supreme RW rocken den Gänsemarkt

Maya Griem hat die „Super Voice“

Mit 89 Stimmen Vorsprung holte Maya Griem aus Weißes Moor beim Musikwettbewerb „Super Voice of Wittingen“ den Sieg. Fotos: Gerlach, Klüting
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Mit 89 Stimmen Vorsprung holte Maya Griem aus Weißes Moor beim Musikwettbewerb „Super Voice of Wittingen“ den Sieg.
  • Paul Gerlach
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  • Dennis Klüting
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Wittingen. Ob sportliche Action, Musik, schicke Oldtimer oder etwas für den Gaumen – beim Wittinger Sommerfest blieb am Wochenende kaum ein Wunsch offen.

Ihren großen Traum, auf der Bühne zu stehen, erfüllten sich am Samstag die Teilnehmer bei „Super Voice of Wittingen“. Den Gesangswettbewerb entschied Maya Griem aus Weißes Moor für sich. Denkbar knapp: Denn am Ende des Votings landete sie mit 734 für sie verschickten SMS vor Beesani Queshta. Auf Platz drei kam Lauris Lukasevkis.

Gemeinsam war allen fünf Teilnehmern die große Aufregung vor ihren Auftritten auf der großen Bühne, verriet Helene Rausch von der Jugendförderung der Stadt, die mit ihrem Team rund um Simone Witte erneut den Wettbewerb auf die Beine gestellt hatte. Die jungen Talente erhielten nach ihren Gesangsvorträgen, bei denen das Publikum auf den sehr gut gefüllten Gänsemarkt voll mitging, wertvolles Feedback von der fünfköpfigen Jury: Diese setzte sich aus Volker Schlag, dessen Sohn Billy Ray Schlag, Tiana Kruskic (alle aus Gifhorn), Tony Potts aus Hamburg und der aus Glüsingen stammenden Linda Ebener zusammen.

Super Voice of Wittingen - die Bilder

Super Voice of Wittingen - die Bilder
Mario Nowack, Frontmann von Supreme RW, beherrscht die großen „Robbie“-Gesten, wie er in Wittingen bewies.

Ein Highlight folgte nicht viel später mit dem Auftritt der Iserlohner Robbie-Williams-Coverband Supreme RW, die den Gänsemarkt rockten. Frontmann und Rampensau Mario Nowack suchte gleich die Nähe zum Publikum und sprang zwischen die Reihen. Da war zwischendurch auch mal Zeit für ein heißes Tänzchen mit einer sichtlich erfreuten Dame aus dem Publikum.

Final Impact aus Gifhorn lieferten am Samstag eine energiegeladene Show ab.

Bereits vorher am Samstag hatten ab dem Nachmittag Bands verschiedenster Stile auf der Planet-E-Bühne für Stimmung gesorgt: die Alternative-Rocker Reanimation aus Gifhorn, Singer-Songwriter Cosmo Thunder aus Braunschweig (alias Dominik Wagenführ, ehemals Wittingen), Franziska Schumann aus Ohrdorf mit Gitarre und gefühlvoller Stimme sowie Wood & Valley mit Folk, Rock und Punk. Dahinter verbirgt sich der Singer-Songwriter Lucas Bartusch aus Georgsmarienhütte. Gegen Abend hin wurde es auf der Bühne rockiger: Alternative, Emo und Punkrock gab es bei GR:MM aus Braunschweig auf die Ohren, bevor die Gifhorner Jungs von Final Impact die Bühne enterten. Sie spielten englischsprachige Punkrock-Songs und brachten so die Menge zum Tanzen und Mitgrölen. Den Abschluss bildete das Planet-E-Summer-Clubbing mit The Mates.

Schicke Oldtimer absolvierten beim Wittinger Sommerfest Grand Prix den Altstadt-Kurs.

Ein besonderes Augenschmankerl war für viele der Wittinger Sommerfest Grand Prix mit einem Kurs durch die Altstadt: Dort gab es schmucke Oldtimer zu sehen, etwa einen „Klappaugen“-Porsche 944, mit der Schwalbe ein kultiges Moped oder auch die „Gangster-Limousine“ Citroen 11 CV. Für die Teilnehmer kam es beim Grand Prix auf das gute Gefühl an: Denn sie mussten durch gleichmäßiges Fahren möglichst gleiche Rundenzeiten produzieren – kein leichtes Unterfangen bei manchmal kreuzenden Fußgängern oder Rollatoren, die zudem die Zeitmessung durcheinanderbrachten.

Der Gottesdienst in der St. Stephanuskirche am Sonntag war gut besucht. Er wurde von Pastorin Johanna Wutkewicz (auf der Kanzel) und Pastor Herbert Bäsler gestaltet.

An den Ständen des Kinderflohmarkts wurde ab dem Samstagmorgen ausgiebig gestöbert: Spielsachen, Kleidung und Bücher wechselten nach kurzem Feilschen den Besitzer. Apropos Bücher: Natürlich war der Wittinger Lions Club auch wieder vor Ort und bot eine bunte Auswahl an Lesestoff an. Kinder, die hoch hinaus wollten, konnte sich auf dem Marktplatz an der neun Meter hohen, aufblasbaren Kletterwand versuchen. Einige Eltern merkten jedoch an, dass sie sich mehr Programm für kleinere Kinder gewünscht hätten.

Ab 14 Uhr eine kleine Premiere: eine Band, bereits am frühen Nachmittag. Die „Gray Bones“ brachten klassischen Blues-Rock in die Brauereistadt und beschallten den Gänsemarkt unter anderem mit Liedern von ZZ Top.

• In der Nacht zu Sonntag wurde gegen 3.15 Uhr ein 50-Jähriger aus dem Wittinger Stadtgebiet bei einer Auseinandersetzung auf dem Sommerfest leicht verletzt. Der unbekannte Täter drückte laut Polizei den 50-Jährigen gegen die Schaufenster eines Geschäftes an der Langen Straße, die dabei zu Bruch ging. Der 50-Jährige erlitt Schnittverletzungen.

Von Paul Gerlach und Dennis Klüting

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