Wittinger Traditionsveranstaltung soll aus ihrem Schattendasein geholt werden

„Martinimarkt in den Fokus“

Alles so schön bunt hier: Von den Reizen des Wittinger Martinimarktes sollen dieses Jahr noch mehr Besucher überzeugt werden als sonst üblich.
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Alles so schön bunt hier: Von den Reizen des Wittinger Martinimarktes sollen dieses Jahr noch mehr Besucher überzeugt werden als sonst üblich. 

Wittingen. Der Wittinger Martinimarkt hat lange Zeit eher ein Schattendasein geführt – das soll anders werden. Die Stadt als Organisator will dem traditionsreichen November-Event mehr Aufmerksamkeit verschaffen als zuletzt, was insbesondere auch dem Ortsrat ein Anliegen ist.

Der hat eigens einen Arbeitskreis gegründet, der sich mit Verbesserungen beschäftigt.

„Wir wollen den Martinimarkt in den Fokus rücken“, sagt Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg. Das gehe aber nur schrittweise. Erste kleine Änderungen sollen schon spürbar sein, wenn der Markt dieses Jahr am 14. und 15. November über die Bühne geht. Im Westteil der Langen Straße fängt die Marktmeile erst am Volksbank-Brunnen an. Die Poststraße bleibt dadurch befahrbar. „Verkehrstechnisch also weniger Stress“, meint Rönneberg.

Die mehr als 30 Stände sollen sich durch die Änderung kompakter präsentieren. In der Langen Straße West werden sie mit den Fronten zu den Geschäften hin ausgerichtet, das soll auch der heimischen Wirtschaft zugute kommen. Das Marktgeschehen reicht wieder bis in die Lange Straße Ost und über den Marktplatz bis hinunter zur Fulau.

Das Angebot der Buden soll auch qualitativ aufgewertet werden, wie Monika Schomburg erläutert, die im städtischen Wirtschaftsamt mit der Organisation des Marktes befasst ist. So verzichte man dieses Jahr auf fast alle Anbieter von Billigbekleidung. „Wir wollen den klassischen Kirmes-Charakter betonen“, sagt dazu die Wirtschaftsförderin Sabrina Puskeiler. „Wir drücken den Reset-Knopf.“ Auch für 2019 soll an weiteren Verbesserungen gearbeitet werden.

Der Autoscooter und der „Scheibenwischer“ sind dieses Jahr wieder dabei, zwei Kinderkarussells ebenso. Ansonsten sucht die Verwaltung – auch mit ehrenamtlicher Hilfe – derzeit noch nach weiteren Fahrgeschäften. Die Jaguar-Bahn habe man leider nicht wieder buchen können, sagt Puskeiler. Bemühungen laufen aber weiterhin: „Wir wollen noch ein drittes großes Fahrgeschäft bekommen“, betont Rönneberg.

Wurden in der Vergangenheit auch Start und Ende des Martinimarktes nicht allzu deutlich kommuniziert, so gibt es nun klarere Ansagen – für die Standbetreiber wie auch nach außen. Los geht es am 14. und 15. November jeweils um 11 Uhr, abends ist offen, solange Betrieb auf den Straßen ist. Als Zielgruppe gelten auch all jene, die an den beiden Tagen einen Mittagstisch suchen: Von Bratwurst über Pizza bis hin zur Thailändischen Nudelpfanne soll es ein buntes kulinarisches Angebot geben.

Von Holger Boden

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