Mai-Kundgebung in Darrigsdorf

Aufruf zum 1. Mai(v.l.): Laura Osterloh, Harald Schwager, Klaus Schneck, Lothar Ohlrogg und Andreas Sorge.
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Aufruf zum 1. Mai(v.l.): Laura Osterloh, Harald Schwager, Klaus Schneck, Lothar Ohlrogg und Andreas Sorge.

Darrigsdorf. Der DGB Isenhagener Land lädt am 1. Mai zur Kundgebung unter dem Motto „Gute Arbeit, gerechte Löhne und starker Sozialstaat“ ein. Der örtliche DGB-Kreis veranstaltet dazu einen Familiennachmittag auf dem Grillplatz in Darrigsdorf am Sportplatz. Beginn ist um 15.30 Uhr. Der Kreisvorsitzende und SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Schneck hofft auf viele Teilnehmer. Für Essen und Trinken wird gesorgt sein. Aktivitäten für Kinder und Informationen sollen das Programm abrunden.

Dieser Maifeiertag steht für den DGB im Zeichen der Krise. Gewerkschaften und Betriebsräte hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass bislang ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert werden konnte, heißt es in einer DGB-Mitteilung. Kurzarbeit, Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung, Konjunkturprogramme und die Abwrackprämie seien Maßnahmen, für die sie gekämpft hätten. Nun komme es darauf an, dass der Staat in der Lage bleibt, unverschuldet in Not geratenen Menschen zu helfen, Arbeitsplätze zu sichern und Unternehmen zu stabilisieren. Die Verursacher der Krise müssten für die Finanzierung der Krisenlasten gerade stehen und für mehr Beschäftigung, Bildung und soziale Sicherheit in die Pflicht genommen werden.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern ein grundlegendes Umdenken in der Gesellschaft. Die Wirtschaft müsse „den Menschen dienen und nicht den Spekulanten. Wir brauchen eine neue, nachhaltige Form des Wirtschaftens mit mehr Mitbestimmung in den Betrieben und Verwaltungen. Deshalb kämpfen wir für gute Arbeit, sichere Beschäftigung und gute Tarifverträge“, heißt es in einer Erklärung.

Es gelte, soziale Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Dumping-löhne und „prekäre Beschäftigung“ müssten „energisch bekämpft werden“. Ein gesetzlicher Mindestlohn sei dringlicher denn je. Eine Regierung, die Niedriglöhne dulde, verzichte nicht nur auf Steuereinnahmen. Sie subventioniere Unternehmen mit Steuermitteln und beschädige „die Würde der Arbeit“.

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