Bereisung der Feuerwehr-Domizile im Wittinger Stadtgebiet offenbart Handlungsbedarf

Mängel in vielen Gerätehäusern

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Vertreter aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr besichtigten die Gerätehäuser im Stadtgebiet. 

hu Wittingen. Das letzte Mal war drei Jahre her – so stand jetzt mal wieder eine Bereisung der Feuerwehr-Gerätehäuser im Wittinger Stadtgebiet an. Vertreter aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung machten sich auf die Rundreise.

Das Feuerwehrhaus im Kernort Wittingen war zuvor schon bei einem separaten Termin unter die Lupe genommen worden.

In Glüsingen wurden der Gruppe geplante räumliche Veränderungen vorgestellt. Weiter ging es nach Gannerwinkel, wo der Anbau eines Umkleideraumes geplant ist. Über Lüben führte der Weg nach Erpensen: Dort ist bekanntlich ein Neubau geplant.

Der nächste Halt war Rade. Die Ortswehr würde gern einen Anbau an das jetzige Gerätehaus (ehemaliges Kalthaus) realisieren. Im Gerätehaus in Suderwittingen fiel – bei eisigen Außentemperaturen – das Fehlen einer vernünftigen Heizung auf. So kam der Besuchergruppe der heiße Kaffee sehr gelegen, den Ohrdorfs Ortsbrandmeister Volker Matte bei der nächsten Station bereitstellte. Noch einen Ort weiter, in Zasenbeck, nahm die Gruppe das 2017 eingeweihte Gerätehaus am DGH in Augenschein.

Nach einem Stopp bei der Radenbecker Feuerwehr wurde das Gerätehaus in Schneflingen besichtigt. Das dortige Ortskommando trägt sich mit der Absicht, eventuell das Gebäude zu erweitern oder sogar einen Neubau an neuem Standort zu verwirklichen. Im Boitzenhagener Gerätehaus konnten erledigte Sanierungen besichtigt werden. Allerdings ist die Elektroinstallation noch nicht abgeschlossen, und im Gemeinschaftsraum fehlt unter anderem noch die Lichtkuppel.

Danach besichtigte die Gruppe das Domizil der Feuerwehr in Teschendorf, die vor einigen Jahren aufgelöst wurde. Dort wird der Bus der Jugendfeuerwehr Ohretal untergestellt; in den Sommermonaten wird sie dort auch geschult, im Winter ist das angesichts fehlender Heizung nicht möglich. Jan Schmutzler, Vorsitzender der Jugendfeuerwehr Ohretal, würde sich dort über eine Toilettenanlage freuen. In Hagen-Mahnburg wurde zunächst die seit einigen Jahren im ehemaligen Schulgebäude eingerichtete Kleiderkammer besichtigt. Anschließend wurde das Feuerwehrgerätehaus gegenüber in Augenschein genommen.

Weiter ging es dann nach Knesebeck. Das dortige Gerätehaus zeigt Wand- und Bodenrisse. An mehreren Stellen am und im Gebäude tritt Feuchtigkeit auf. Im Keller des Schlauchturmes ist bereits eine Tauchpumpe im Einsatz, um immer wieder eintretendes Wasser abzupumpen. Der Allgemeinzustand des Gebäudes kann als „marode“ bezeichnet werden. Zum Abschluss der Bereisung wurde das Gerätehaus in Vorhop inspiziert. Bereits länger bekannt ist, dass auch dieses Gerätehaus aus allen Nähten platzt und teilweise renovierungsbedürftig ist.

Die Bilanz der 83 Kilometer langen Rundfahrt: Etliche Gerätehäuser zeigen Mängel auf oder entsprechen nicht mehr heutigen Bedürfnissen. Der von den Ortsbrandmeistern und ihren Vertretern angesprochene Handlungsbedarf füllte am Ende etliche Notizblätter der Rathausmitarbeiter Andreas Ritter und Bettina Kahrens. Positiv wurde vermerkt, dass die Ortsbrandmeister in etlichen Gerätehäusern mit der derzeitigen Situation zufrieden sind.

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