Wittingen: Großes Posaunenfest der SELK mit 100 Bläsern und 320 Gästen

Mächtige Klänge in der Stadthalle

Mehr als 100 Blechblasinstrumente füllten gestern die Stadthalle Wittingen. Fotos: Michalzik
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Mehr als 100 Blechblasinstrumente füllten gestern die Stadthalle Wittingen.

Wittingen. Der mächtige Klang von mehr als 100 Blechblasinstrumenten füllte gestern die Räume der Stadthalle Wittingen.

Zum Posaunenfest des SELK-Kirchenbezirkes Niedersachsen Süd (Selbständige Evangelisch Lutherische Kirche) hatten sich Musiker aus 15 Mitgliedsgemeinden eingefunden. Bereits am Vormittag, berichtete Kirchenvorstand Gerhard Müller, waren 100 Bläser und 320 Gäste in die frisch renovierten Räume gekommen, um mit dem Wittinger Pfarrer Herbert Bäsler einen Festgottesdienst mit musikalischer Begleitung zu feiern.

Technische Finessen

Unter dem Thema „Zeichen deiner Nähe“ stand dann die musikalische Nachmittagsfeier. Klaus-Peter Diehl formulierte: „Gott gibt uns immer wieder Zeichen seiner Nähe – durch sein Wort, durch sein Handeln und durch die Gemeinschaft in Chor, Verein und Gemeinde. Besonders aber auch durch die Musik.“ So stand dann auch das Lied „We’re On Our Way“ des amerikanischen Posaunisten und Zeitgenossen am Anfang der Veranstaltung.

Nach Begrüßung und Gebet trugen die Bläser gemeinsam den Rigaudon des französischen Komponisten André Campra (1660 – 1747) vor. Dieser Tanz eignete sich sehr gut für Bläsergruppen, bietet aber auch einige technische Finessen, die von den vereinigten Bläsern souverän vorgetragen wurden. Auf das Scherzo von Ludwig Wilhelm Maurer folgte das berühmte Rondeau von Georg Philipp Telemann und das Allegro von William Babbel – vor den Gemeindeliedern, die mit „Zeichen deiner Nähe“ – dem Lied zum Thema – begannen.

Wechselnde Gastgeber

Christina Schulze, die jüngste Bläserin bei der SELK, mit ihrem Vater Stefan (2. Chorleiter).

Das Posaunenfest findet alle zwei Jahre statt, stets im Wechsel mit einem Sängerfest. Die Gemeinden des Bezirks wechseln sich als Gastgeber ab. Zuletzt gab es das Ereignis in Wittingen im Jahr 2004 –- dem Jahr des 125-jährigen Bestehens der Gemeinde. Die musikalische Leitung hatte Gottfried Meyer – zum ersten Mal, wie Gerhard Müller betonte. Geprobt wurde ein halbes Jahr lang in den einzelnen Chören, aber auch in Gruppen. Den Bläsern wurde im Vorfeld einiges abverlangt, doch habe die Freude am Musizieren und an der Gemeinschaft dominiert, sagte Müller.

Gospel, Pop und Swing

Der Bezirk Niedersachsen Süd der SELK umfasst 29 Gemeinden mit 4500 Mitgliedern und reicht von Wittingen im Norden bis Göttingen im Süden und Bielefeld im Westen.

Aus der Region nahmen die Gemeinden Wittingen, Groß Oesingen, Gifhorn, Seershausen, Lachendorf, Celle und Hannover teil. Die Besucher erfreuten sich aber nicht nur an alten Klängen, standen doch zeitgenössische geistliche Musik, Gospel, Pop und Swing mit auf dem Programm.

Von Horst Michalzik

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