„Es macht einfach Spaß“

Wittingen - Von Holger Boden. Von rechts Geräusche einer Motorsäge, von links fröhliche Kinderrufe aus dem Kettenkarussell. Vorn und hinten quirliger Trubel an Bratwurstständen, Waffelbuden und Getränkeausgaben. Dazu Neuwagen, die in der Sonne blitzen und ein ständiger Strom von Besuchern, die ins Messezelt hinein oder wieder hinaus wollen. Die Nordkreismesse 2010 – das war ein sonnenverwöhntes, lebendiges Wochenende auf dem Messegelände an der Celler Straße, das die hohen Erwartungen sogar noch ein bisschen übertroffen hat.

Wer sich einen Überblick über das bunte Treiben verschaffen wollte, der konnte mit dem Hubsteiger der Firma Zschumme & Wiezke erst einmal auf bis zu 27 Meter Höhe fahren. Dazu musste man aber zunächst eine Weile anstehen – die Nachfrage war groß. Von oben offenbarte sich die Dimension der großen Verkaufsschau, die einmal mehr eine fünfstellige Zahl von Besuchern nach Wittingen lockte.

Viele kamen bei dem schönen Wetter mit dem Fahrrad, was allerdings nichts daran änderte, dass die zahlreichen Parkplätze für den Andrang nicht ausreichten. Noch in Glüsingen und mehreren angrenzenden Nebenstraßen wurde geparkt.

Im 2200 Quadratmeter großen Zelt, wo der Großteil der 75 teilnehmenden Firmen seine Angebote präsentierte, war während der Stoßzeiten Geduld gefragt. Doch so hatte man Zeit, sich zwischen Plasma-TVs, Fahrrädern, schicken Uhren und vielem mehr nach Messeschnäppchen umzusehen.

Unzufriedene Gesichter bei den Ausstellern waren Mangelware. Wirtschaftskrise? Kein Thema mehr. Horst Schwankhaus zeigte sich „voll zufrieden“ mit der Resonanz auf seine Elektronik-Angebote, vor allem Flachbildschirme seien derzeit der Renner. Bei der Firma Rönneberg, die auf der Messe ihr 20-jähriges Bestehen feierte, das gleiche Bild: viele Beratungsgespräche, viel Nachfrage – und die großen Bildschirmdiagonalen dominierten an dem großen Stand klar die Szenerie. Zum runden Geburtstag spendierte Inhaber Matthias Rönneberg kostenlos Eis, und wer Glück hatte, wurde sogar von der jungen Sängerin Imanthi bedient, die ansonsten am Keyboard saß und ihr stimmliches Können zeigte.

Bei der Firma Hoyer staute es sich am Glücksrad, wo es um attraktive Preise ging. Gleich daneben kredenzte Meisterkoch Nils-Levent Tezcan, der regelmäßig im IK Rezepte vorstellt, seine leckere Bärlauchschaumsuppe.

Reges Interesse verzeichneten auch die Betriebe, die Dienstleistungen und Produkte rund ums Haus anbieten. Energetische Sanierung ist nach wie vor das große Thema. „Gerade bei bestehenden Objekten ist derzeit unheimlich viel Dynamik drin“, meinte etwa Michael Köllner von der Planschmiede. Dirk Dankert, Chef des gleichnamigen Solar-Fachbetriebs, berichtete ebenfalls von großem Kundeninteresse.

Mit-Organisator Arnd Meyer von der Hankensbütteler Firma Möbelmeyer war äußerst zufrieden mit der Resonanz: „Der regionale Gedanke kommt bei den Besuchern sehr gut an. Viele staunen, was es hier vor der Haustür alles gibt. Wir haben heute schon schöne Aufträge geschrieben – mehr kann man nicht wollen.“

So sah es auch Karlheinz Glaubitz vom Planungsteam: „Wahnsinn, was hier in Wittingen heute los ist. Es macht einfach Spaß.“ Er lobte die Mitaussteller: „Die Messe zeigt Vielfalt, und die Firmen schlafen nicht, sondern zeigen neueste Techniken.“ Glaubitz‘ besonderer Dank galt der Jugendfeuerwehr, die die Parkplätze betreute. „Und danke an viele fleißige Helfer – und an das IK als Medienpartner.“ Durch die Kooperation wurden im Vorfeld 50 000 Messe-Sonderhefte verteilt.

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