Lösung für Park-Stress?

Alles bestens in der Ferienzeit – doch normalerweise reichen hier die Parkplätze nicht aus.F.: Wilke

Knesebeck - Von Holger Boden. Das Projekt schien schon ad acta gelegt – doch jetzt kommt neue Bewegung in die Bemühungen um einen Parkplatz an der Butting-Akademie in Knesebeck. Ortsbürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt hofft auf eine Realisierung des Vorhabens, denn es gilt als Lösung für das ewige Parkproblem an der Kirche.

Der Parkplatz, gegenüber der Feuerwehr auf der anderen Seite der Burgstraße gelegen, beschäftigt am kommenden Montag, 12. Juli (18.30 Uhr, Rathaus), den Wittinger Bauausschuss in seiner zweiten Sitzung innerhalb von 14 Tagen. War die Herrichtung der Fläche, die sich im Eigentum der Stadt befindet, bisher daran gescheitert, dass die Stadt und die Firma Butting sich nicht auf die Modalitäten der Unterhaltung einigen konnten, so hat das Knesebecker Unternehmen nun nach Angaben der Verwaltung einen neuen Vorstoß unternommen

Eckpunkt der neuen Überlegungen: Statt mit Schotter und Brechsand sollen die Parkflächen nun auch mit Verbundpflaster befestigt werden. Die Gesamtkosten werden mit rund 63 000 Euro taxiert, und die Firma Butting bietet an, davon 56 Prozent zu tragen. Die übrigen 44 Prozent (27 700 Euro) müssten von der Stadt finanziert werden. Das Unternehmen will im Gegenzug keine Unterhaltungskosten mittragen – die dürften in der Pflastervariante aber ohnehin geringer ausfallen.

Ergebnis soll ein öffentlicher Parkplatz mit 40 Stellplätzen sein, der für Besucher der Einrichtungen rund um die Kirche ebenso zur Verfügung steht wie für Gäste der Akademie. „Nutzungskonflikte werden nicht befürchtet“, sagt Kabrodt.

Der Ortschef will erreichen, dass im Falle einer Fertigstellung des Parkplatzes umgehend ein Halteverbot in der Kirchstraße eingerichtet wird. Die Parksituation in dem Bereich ist ein kommunalpolitischer Klassiker, denn bei Hochzeiten, Veranstaltungen oder auch regelmäßigen Vereinsterminen parken Pkw-Fahrer die Gehwege zu und kommen Busse nicht mehr durch. Dem Hol- und Bringverkehr des Kindergartens ist die Verkehrssituation ebenfalls oft nicht gewachsen. Auch die Feuerwehr hätte im Ernstfall zeitweise Schwierigkeiten den Bereich um die Kirche zu passieren. Kabrodt: „Die Feuerwehr moniert das seit Jahren.“

Der Vorsitzende des Bauausschusses, Hans-Heinrich Koch (SPD), gab sich in der letzten Sitzung allerdings skeptisch: „Kriegen wir denn auch ein Halteverbot im Bereich Kirche/Kindergarten hin?“ Und: Er habe Zweifel, dass der gut 200 Meter entfernt liegende Parkplatz von den Kindergarten-Eltern überhaupt genutzt werde.

Dass die Beachtung eines neuen Halteverbots kein Selbstgänger wird, weiß auch Kabrodt: Das einseitige Parkverbot gleich um die Ecke in der Marktstraße werde vielfach nicht eingehalten.

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