Zum Schutz der Straßenränder

Wittingen: Leitpfosten für die „Südumgehung“

Viel Verkehr auf der inoffiziellen Wittinger Südumgehung.
+
Für Begegnungsverkehr ist der Weg von Glüsingen nach Eutzen nicht wirklich ausgelegt – das veranlasst die Stadt nun, besondere Maßnahmen zu ergreifen.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
    schließen

Wittingen – Die Bankette der Wittinger „Südumgehung“ zwischen Glüsingen und Eutzen sollen auf die günstigste Weise ausgebessert und anschließend durch ein Leitpfosten-System davor geschützt werden, dass sie schnell wieder kaputtgehen – das hat der Verkehrsausschuss empfohlen. Es ist der Versuch, eine Strecke in den Griff zu kriegen, deren Seitenränder seit Jahren immer wieder ausgefahren werden.

Die Verwaltung hatte fünf Varianten mit Kosten zwischen 30.000 und 300.000 Euro vorgelegt, von der Ausbesserung mit Mineralgemisch bis hin zu einer Sanierung mit Asphalt. Ein teures Projekt stieß auf generelle Skepsis, weil es bisher immer hieß, die Verbindung Glüsingen-Eutzen werde im Zuge des A 39-Baus ohnehin gekappt. In der Sitzung wurde dazu nun eine Einschränkung laut: So sicher sei das noch gar nicht, das Verfahren der Flurbereinigung sei ja noch im Gange.

Eutzens Ortsvorsteher Eike Harder, der schon vor Jahren eine Ertüchtigung der Strecke gefordert hatte, mochte das Autobahn-Argument so oder so nicht mehr gelten lassen: „Seit 2008 kriege ich zu hören, die A 39 kommt. Wir brauchen für den Weg ein vernünftiges Konzept für den Begegnungsverkehr.“

Peter Lindwor (CDU) sah derweil einen Pferdefuß für den Fall, dass die Strecke allzu komfortabel gestaltet wird: „Wenn wir den Weg ausbauen, dann fahren da noch mehr Autos. Das wird ein Fass ohne Boden.“ Christian Schroeder (Grüne) vertrat dagegen die Auffassung, dass „ein grundhafter Ausbau das Beste“ wäre.

Rick Thaysen vom Tiefbauamt sagte, verwaltungsseitig favorisiere man die erste und günstigste Variante. Dabei handele es sich zwar um „Flicken“, aber das gelte für alle Varianten bis auf die teuerste. Er empfehle zudem, alle 50 Meter Leitpfosten aufzustellen – das zwinge die Nutzer beim Ausweichen zum Anhalten, schone die Seitenstreifen und senke letztlich auch die Motivation, den Weg zu nutzen. Die Kosten für Leitpfosten auf der gesamten Strecke schätzte Thaysen auf etwa 5000 Euro.

Walter Schulze (Ohrdorf, BA) brachte als Alternative Ausweichplätze ins Spiel, wie es sie zwischen Wentorf und Lüder gibt. Das Tiefbauamt skizzierte, dass das einen deutlich größeren Aufwand bedeuten würde, wenn man bei asphaltierten Ausweichbuchten Längsrisse im Asphalt vermeiden wolle.

Letztlich votierte der Ausschuss einstimmig für eine Ausbesserung der Bankette mit Mineralgemisch plus Leitpfosten, für voraussichtlich 35 000 Euro. Ortsvorsteher Harder war allerdings skeptisch, dass die Pfosten, die an Äckern stehen, die Erntearbeiten überleben: „Die stehen einen Sommer.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare