Lebensretter an der Zimmerdecke

Rauch kann tödlich sein – Christian Engwer (l.) und Oliver Gose empfehlen Rauchmelder.F.: Post

bo Wittingen. Der Tod kommt im Schlaf. Rund 500 Menschen sterben jährlich in Deutschland durch Brände, etwa zwei Drittel davon nachts in den eigenen vier Wänden. Die eigentliche Gefahr geht dabei weniger vom Feuer aus als vom Brandrauch – darauf weist am heutigen bundesweiten „Tag des Rauchmelders“ die Wittinger Feuerwehr hin.

Demnach sterben etwa 95 Prozent der Opfer an einer Rauchvergiftung. Das muss nicht sein, finden Brandmeister Oliver Gose und Löschmeister Christian Engwer von der Wittinger Ortswehr. Sie werben für die Installierung von Rauchmeldern – auch und gerade in Privatwohnungen.

Wenn nachts ein technischer Defekt zu einem Feuer im Haus führt, dann können Rauchmelder zu Lebensrettern werden. Denn im Schlaf ruht auch der Geruchssinn, und so werden Opfer von den tödlichen Gasen überrascht. Rauchmelder, das betonen Gose und Engwer, warnen rechtzeitig vor der Gefahr und können Familien die nötige Zeit verschaffen, sich in Sicherheit zu bringen.

Zuverlässige Geräte gibt es nach Angaben der Feuerwehr im Fachhandel bereits für weniger als 25 Euro. Kunden sollten beim Kauf auf das VdS-Prüfzeichen achten. Läge Wittingen in Schleswig-Holstein oder Hamburg, müsste die Feuerwehr nicht groß auf die Vorteile von Rauchmeldern hinweisen – diese beiden und sieben weitere Bundesländer haben bereits eine gesetzlich verankerte Pflicht zur Installation von Rauchmeldern in Privatwohnungen.

Dort müssen die Warner an der Decke von Schlaf- und Kinderzimmern ebenso hängen wie in Fluren, die als Rettungswege in Frage kommen. In Niedersachsen gibt es solch ein Gesetz nicht.

Weiterführende Informationen gibt es im Internet unter http://www.rauchmelder-lebensretter.de oder auch unter http://www.feuerwehr-wittingen.de.

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