CAP-Markt vom Tisch

Wittingen: Lebenshilfe will keinen Laden in der Innenstadt betreiben

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Die Schaufenster des alten Genz-Marktes in der Innenstadt werden auch weiter zugeklebt bleiben.

Wittingen. Ein neuer Nahversorger in der Wittinger Innenstadt lässt weiter auf sich warten.

Die Lebenshilfe Gifhorn, die als Betreiber eines CAP-Markts im Gespräch war (das IK berichtete), hat vom Standort Wittingen Abstand genommen, erklärte Geschäftsführer Peter Welminski auf IK-Anfrage.

Hintergrund der Absage ist eine von der Stadt Wittingen in Auftrag gegebene Standortanalyse. „Dort sind diverse Rest-Risiken aufgeführt, die wir als Betreiber nicht eingehen wollen“, erklärt Welminski.

Als die Stadt Wittingen an die Lebenshilfe herangetreten war, habe man das Vorhaben sehr interessant gefunden. „Die Idee ist auch weiterhin gut“, sagt Welminski. Deswegen sei die Lebenshilfe für die Umsetzung an anderen Standorten im Landkreis Gifhorn weiter offen.

Wittingen als Heimat eines CAP-Marktes sei allerdings aufgrund der Analyse vom Tisch – jedenfalls was den eigenverantwortlichen Betrieb angeht. Sofern ein anderer Lebensmittel-Betreiber gefunden wird, stünde die Lebenshilfe als Kooperationspartner weiter zur Verfügung, heißt es zumindest im Absageschreiben der Lebenshilfe an die Stadt, wie Wirtschaftsamtsleiter Günter Kruse berichtet.

Der Ausstieg der Lebenshilfe Gifhorn stelle indes nicht das Ende der Bemühungen um einen neuen Nahversorger in der Wittinger Innenstadt dar. Die Stadt werde weiter Gespräche führen, um die zentrale Lokalität des ehemaligen Genz-Marktes wiederzubeleben, versicherte Kruse. Zudem widerspreche die Stadt der Standortanalyse.

Von Steffen Schmidt

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