Laute Stimmen und flinke Füße

350 Soldaten kehren bei Privatbrauerei Wittingen ein

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Morgen sind die Soldaten zum 59. Mal beim Gifhorn-Tag in der Kreisstadt. In Wittingen gastieren sie seit elf Jahren.

Wittingen. Schon von Weitem hört man sie singen: 350 Soldaten kehrten gestern nach einem 20 Kilometer langen Übungsmarsch bei der Privatbrauerei Wittingen ein.

Oberstleutnant Mathias Himpler ließ die 350 Soldaten auf dem Brauereihof antreten.

„Dieses Jahr werden mehr Teilnehmer zugelassen, da der Nijmegen-Marsch zum 100. Mal stattfindet“, erklärte Oberstleutnant Mathias Himpler. Er organisiert die deutsche Delegation, die um 65 Personen größer ausfällt als noch im Vorjahr. „Damit sind wir auch nahe an unseren Grenzen“, sagte Himpler. „Der Aufwand bleibt zwar in etwa der gleiche, aber mehr Kräfte kann die Bundeswehr kaum freistellen.“ Zweien der 350 Marschierern wird in den Niederlanden eine Sonderrolle zukommen: Sie dürfen an der sogenannten „Lap of Honor“ anlässlich des Jubiläums teilnehmen. Das bedeutet, dass sie an einem der fünf Lauftage statt der üblichen 40 Kilometer beachtliche 100 Kilometer zurücklegen. „Wenn sie das in 20 Stunden schaffen, sind sie gut dabei“, schätzt Himpler. „Dann kriegen sie sogar noch vier Stunden Schlaf, bevor die nächsten 40 Kilometer anstehen.“

Die Strecke von Gifhorn nach Wittingen blieb für die Soldaten auch im elften Jahr unverändert. Überraschungen gab es trotzdem. „Auf den letzten Kilometern von Hagen nach Wittingen war die Straße wegen der Vollsperrung der B 244 ja richtig voll“, wunderte sich Himpler. „Aber die Autofahrer haben super aufgepasst, das hat gut geklappt.“

Axel Schulz-Hausbrandt, Geschäftsführer der Privatbrauerei, hieß die 350 Soldaten in Wittingen willkommen und beantwortete den von Himpler scherzhaft erteilten Auftrag zur „Schädigung der Privatbrauerei“ humorvoll: „Nur zu! Wir haben so viel von dem Zeug, wir müssen es sogar verkaufen.“

Von Dennis Klüting

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