Knesebeck: Großer Erfolg für sechste Auflage von „Mosh in den Mai“

Laut, lauter, am lautesten

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Seducer rockten als Lokalmatadore das Schützenhaus.

Knesebeck. Es läuft – oder besser gesagt – es geht weiter: Die sechste Auflage von „Mosh in den Mai“ stand am Samstagabend an, und der Zuspruch war einmal mehr etwas größer als im vergangenen Jahr. Die Heavy-Metal-Gemeinde wächst.

Vier Bands hatten sich angesagt, von Organisator Marco Bußenius von Biber-Metal nach und nach in einem sozialen Netzwerk preisgegeben, und die Musiker hatten alle auch ihre eigenen Fans mitgebracht.

So sah man außer den Stammgästen in der Metalhochburg des Landkreises auch Besucher aus Uelzen, Königslutter, Helmstedt und Celle im Schützenhaus. Eine absolute Premiere feierten dabei Razzor aus Uelzen, die sich erst vor einem Jahr gründeten und schon am Haken von Bußenius hingen. Keine Musik-Lehrlinge, wie das Publikum feststellte, sondern mehr als ein gelungener Einstieg in den Abend.

Volter folgten, und auch die Musiker gaben alles, ebenso auch große Teile des Publikums. Während die jüngeren Gäste sich pogo-raufend vor der Bühne austobten, ließ so mancher Altrocker seine frisch gewaschene Löwenmähne durch die Luft wirbeln. Headbanging ging aber natürlich auch mit kurzer Frisur.

Sheepshot setzten den fulminanten Schlusspunkt, doch zuvor gab es Hartes aus der engeren Heimat. Zusatzdienste von den Gästen forderten die Lokalmatatore von Seducer ein. Mit gleich fünf Mann in der Besetzung rockten sie die Bühne und lockten die Fans auf dieselbe. Dann gab es den Sangescontest: laut, lauter, am lautesten, Publikum auf der Bühne gegen Publikum unten im Saal. Timme Dierks machte es vor.

Im musikalischen Gepäck hatten Seducer auch was Neues – und die Aussicht auf die dritte eigene CD. Bis 2020 werden die Fans aber dürsten müssen – voraussichtlich, so Dierks. Bruder Toff Dierks tat mit Gesten seine Bedenken ob des Erscheinungstermins kund.

Nur gut, dass 2018 wieder in den Mai gemosht wird, laut Bußenius spricht „nichts dagegen“. „Seducer gehören bei uns schon zum Inventar“, lobte er zudem die Dauerpräsenz der Schweimker und zeigte sich mit dem Samstagabend vollauf zufrieden. Alles klappte wie am Schnürchen, Zugaben waren auch noch drin, und dann hatten die Akteure auch noch Kraft und Elan, schnellstens die Bühne zu räumen. Vollständig abgeräumt wurden auch die Preise der Tombola. 

Von Burkhard Ohse

Mosh in den Mai VI in Knesebeck

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