Darüber sollen noch einmal die Fraktionen diskutieren

Wie lassen sich für Wittingen 3,6 Millionen Euro sparen?

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Um Cent-Beträge wird es eher nicht gehen – die Politik ringt um substanzielle Einsparungen.

Wittingen – Dem Wittinger Haushalt für 2020 droht ein kräftiges Minus, und diesen in der bisherigen Planung ausgewiesenen Fehlbetrag will die Politik noch möglichst stark abschmelzen.

Eine komplexe und schwierige Aufgabe, die der Finanzausschuss in dieser Woche noch einmal zur intensiven Beratung in die Fraktionen verwiesen hat.

Das drohende Defizit im Ergebnishaushalt beläuft sich auf 3,2 Millionen Euro und liegt damit sogar um 3,6 Millionen über der ursprünglichen Finanzplanung. Am vieldiskutierten Ansatz für die neuen Kita-Bauten liegt es nicht, denn dafür gibt es einen Haushaltsrest aus dem Vorjahr, und der fehlende Betrag für das umstrittene 10-Millionen-Projekt dürfte dann im Haushalt 2021 stehen.

So sind es viele verschiedene Effekte, die zu dem planerischen Defizit führen, wie Kämmerer Wolff-Harro Schulz dem Finanzausschuss erläuterte. Bei den Wirtschaftswegen etwa standen 300 000 Euro im Finanzplan, aus der Beratung im Fachausschuss kam aber die Anforderung von 1 Million Euro. Im Feuerwehr-Bereich habe man sich sehr gut an den Plan gehalten, in der Gebäudewirtschaft liege man um 110 000 Euro drüber.

Die Diskussion um die Ganztagsschule in Knesebeck könnte in eine bisher nicht vorgesehene Ausgabe von mehr als 300 000 Euro münden, um den Raumbedarf per Container zu decken. Die Kreisumlage fällt für Wittingen um 150 000 Euro höher aus als bisher, der Zuschuss an die Kirche für die Kita-Kosten steigt um 440 000 Euro.

Auf der Einnahmeseite brechen 1,5 Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen des Landes fast völlig weg, gleichzeitig wird bei der Gewerbesteuer nur ein geringer Anstieg von 5,4 auf 5,7 Millionen erwartet.

Eine gewisse Einigkeit bestand im Ausschuss darin, erst einmal Haushaltsreste für Investitionen abzuarbeiten – auch angesichts der alle Jahre wiederkehrenden Erkenntnis, dass für alle vorgesehenen Projekte vermutlich ohnehin keine Firmen zu finden sind. So könnte nun noch im Bereich Straßenbau gestrichen werden. Der Haushalt wird nicht wie zunächst geplant Mitte Januar verabschiedet, sondern wohl erst Ende Januar.  bo

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