„Jeder ist mal das Biest“

LaLeLu kommen im Januar in die „Elbphilharmonie des Isenhagener Landes“

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LaLeLu finden, dass auch Urinstinkte durchaus ihren Platz im modernen Showbusiness haben dürfen.

Wittingen/Hamburg – Wer in den nächsten Wochen nicht im Urlaub ist, hat einen Vorteil: Er kann sich Tickets für LaLeLu sichern – denn am 1. August beginnt der Vorverkauf für das Dreifach-Gastspiel der A-cappella-Comedy-Gruppe vom 24. bis 26. Januar in der Wittinger Stadthalle.

Die Karten waren bei früheren Auftritten stets begehrt. Zuletzt schaffte das Hamburger Quartett um den aus Hankensbüttel stammenden „Bassisten“ Tobias Hanf es sogar, den kleinen Saal der Elbphilharmonie auszuverkaufen.

Warum das ein Heimspiel der etwas anderen Art war, und was das Isenhagener Land im Januar zu erwarten hat, verrät Hanf im IK-Interview. Das Gespräch führte Holger Boden.

Vor 500 Zuschauern in der Elbphilharmonie – das ist schon was, oder?

Das war total cool. Der kleine Saal war ja sogar zwei Tage nacheinander ausverkauft, das ging auch ziemlich schnell. Dort zu singen, war schon ein besonderes Gefühl.

Stimmt es, dass LaLeLu in dem gediegenen Ambiente einen etwas weniger humorvollen Auftritt hingelegt haben als üblich?

Das Konzert lief im Rahmen unserer Unplugged-Reihe, das war ein Experiment mit rund zehn Konzerten: etwas mehr Fokus auf die Musik, etwas weniger Comedy-Anteil. Aber es war wohl trotzdem recht lustig. Die Zuschauer haben uns hinterher gesagt: Ihr bleibt halt LaLeLu.

In Wittingen erwartet uns im Januar also wieder die gewohnte LaLeLu-Mischung?

Ja, mit allem Drum und Dran. Mit dem aktuellen Programm sind wir ja schon ein Jahr lang unterwegs, das ist jetzt gut abgehangen.

„Die Schönen und das Biest“ heißt die Tour. Ein augenzwinkerndes Kokettieren mit der Drei-Mann-eine-Frau-Besetzung?

Naja, das soll man natürlich denken. Aber irgendwo sind wir alle mal das Biest, jeder ist da mal dran. Im Prinzip geht es um das große Thema Liebe.

Ein wirklich großes Thema.

Mit großen Gästen. Wir haben Elvis dabei mit „Love me Tinder“, denn natürlich kommen wir an der Dating-App nicht vorbei. Ein Lied von Max Raabe beschäftigt sich mit der Liebe im Tierreich, wir haben also sozusagen einen Vögelkundler zu Gast. Und dann ist da noch unsere Ballermann-Oper.

Micky Krause goes Hochkultur?

Ja, in der Tat. Wir haben uns in Opern verliebt, bei der letzten Tour haben wir damit ja den Anfang gemacht. Diese Ballermann-Songs entfalten im Opern-Kontext wirklich eine ganz eigenartige Wirkung.

Haben Sie vor Ort recherchiert?

Ich war kürzlich tatsächlich erstmals auf Mallorca, aber nur im Norden. Den Ballermann wollte ich unseren Kindern nicht antun.

Wer sich das LaLeLu-Tourprogramm dieses Sommers ansieht, könnte meinen, dass Sie gar keinen Urlaub brauchen. Sylt, Wangerooge, Juist – bei solchen Auftrittsorten könnte man neidisch werden.

So richtig einen auf Strandleben können wir da leider nicht machen. Aber es stimmt: Das hat schon einen gewissen Freizeitwert. Und das Publikum ist in den Ferien, die Leute sind dann immer sehr gelockert. Für mich sind eigentlich immer nur die Zeiten in Hankensbüttel so richtig Urlaub. Ich genieße es auf dem Land – das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen.

Und die Auftritte in der Heimat sind nach wie vor Highlights für Sie?

Definitiv! Das Publikum finde ich hier besonders sympathisch, und das sage ich jetzt gewiss nicht, um mich anzubiedern. Man spürt hier besonders viel Sympathie und Liebe. Und ich freue mich auf die Wittinger Stadthalle, das ist ja die Elbphilharmonie des Isenhagener Landes.

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