Neuer KVHS-Standort am Zimmerplatz

Bildungszentrum in Wittingen für den Nordkreis

Das Leitungs- und Dozententeam des Bildungszentrums mit Charlotte Dreschke (v.l.), Sandra Niebuhr, Inga Neubauer, Peter Bönisch, Stephanie Kaufhold, Dörte Franke, Petra Hill, Andrea Ritthaler und Thorsten Sierck.
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Das Leitungs- und Dozententeam des Bildungszentrums mit Charlotte Dreschke (v.l.), Sandra Niebuhr, Inga Neubauer, Peter Bönisch, Stephanie Kaufhold, Dörte Franke, Petra Hill, Andrea Ritthaler und Thorsten Sierck.
  • Hans-Jürgen Ollech
    VonHans-Jürgen Ollech
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Wittingen – Die gemeinnützige Bildungs- und Kultur GmbH des Landkreises feierte am Mittwoch, 1. September, in Wittingen eine feierliche Schlüsselübergabe. Ehrengast im neuen Bildungszentrum am Zimmerplatz war Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Geschäftsführerin Gunhild Posselt blickte zurück: Noch vor der Pandemie hatten die gGmbH und die Stadt Wittingen das Objekt am Zimmerplatz – das einst den REWE-Markt beherbergte – für ein Bildungszentrum ins Visier genommen. Mit dem Eigentümer Wadim Mula wurde Einigkeit erzielt, die finanzielle und räumliche Planung auf den Weg gebracht. 1600 Quadratmeter Nutzfläche verteilen sich auf mehrere Unterrichtsräume, Ballettsaal, Musiksaal, sanitäre Einrichtungen und eine Lehrküche.

„Der Mensch braucht immer wieder andere Möglichkeiten, um sich weiterentwickeln zu können“, sagte Thümler in seinem Grußwort. Waren es früher in den Volkshochschulen die Koch-, Makramee- und Malkurse, so sind heute Angebote wie frühkindliche Erziehung, Sprachkurse für Flüchtlinge, Förderung der Kunst und musikalische Bildung, die in den Kreisvolkshochschulen Einzug gehalten haben. Thümler begrüßte den Mut der Akteure, die KVHS in Wittingen neu aufzustellen.

„Einkaufsmarkt für Geist und Seele“

Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Hermann sprach von einer sehr gelungenen Sache, die nun mit Leben gefüllt werden müsse. Er betonte, dass die Bauzeit trotz der Corona-Einschränkungen nur rund anderthalb Jahre betrug. „Aus einem ehemaligen Einkaufsmarkt, der für das leibliche Wohl der Menschen sorgte, wurde nun ein Einkaufsmarkt für den Geist und die Seele“, sagte Hermann.

„Alle guten Dinge sind drei“, sagte Landrat Dr. Andreas Ebel und bezog das auf Bildung, Kunst und Musik, die nun unter einem Dach vereint seien. Er zeigte sich zufrieden mit den hell und sehr gut ausgestatteten Räumen. Zusätzlich, so Ebel, werden auch der Kulturverein Wittingen sowie ein Büro des Jugendamtes ein neues Zuhause in dem Gebäude finden. Ziel des Bildungszentrums im Nordkreis sei es, die Angebote für die Bürger gut erreichbar zu machen.

Stadtbürgermeister Andreas Ritter führte aus, dass das Lernen eben nicht mit Schule, Ausbildung oder Studium beendet sei. Das neue Bildungszentrum stelle in dieser Hinsicht eine Bereicherung nicht nur für Wittingen, sondern für den gesamten Nordkreis dar. Die Bürgermeister der Samtgemeinden Hankensbüttel, Brome und Wesendorf wohnten am 1. September der Schlüsselübergabe bei.

Hohe Investitionen

Der Wittinger Rathauschef lobte vor allem Gunhild Posselt und Ricarda Riedesel, die in den letzten zwei Jahren viel Tatkraft und Engagement bewiesen und ihre Idee und ihr Projekt konsequent umgesetzt hätten. Er dankte auch dem Eigentümer für die hohen Investitionen, die zu der Erfolgsgeschichte beigetragen hätten.

Erfreut zeigte sich auch der Landtagsabgeordnete Tobias Heilmann (SPD), dass Kultur, Kunst und Musik den Bürgern im Isenhagener Land nun noch näher gebracht werden. Bauherr Mula sagte: „Ein Haus ist nicht ein Haus, sondern Lebensraum für Menschen.“

Rund zehn Jahre hatte das Gebäude nach dem Auszug des REWE-Marktes leer gestanden. Mula, der mit seiner Familie im Sauerland lebt, erwarb das Gebäude vor rund vier Jahren. Die Investition wurde gestern auf 1,5 Millionen Euro beziffert. Zudem wurden für das Bildungszentrum 100 000 Euro über Leader-Mittel und 350 000 Euro über ein Darlehen des Landkreises bereitgestellt.

Geschäftsführerin Posselt reichte den symbolischen Schlüssel gleich an Charlotte Dreschke (Kunstschule), Inga Neubauer (Volkshochschule) und Peter Bönisch (Musikschule) weiter. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Viktor Vysotsky umrahmt.

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