Internationale Werkstattwoche in Lüben ist eröffnet / 21 Künstler starten ihre kreative Arbeit

Kunst überwindet Grenzen

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Begleitete die Eröffnung hervorragend musikalisch: das Trio Baban aus Montenegro.

Lüben. Was vor 27 Jahren vom Beetzendorfer Lehrer und Künstler Klaus Finger als Brückenschlag zwischen Ost und West angeschoben wurde, strahlt heute in die ganze Welt aus – die Internationale Werkstattwoche für Maler und Grafiker. 

Die nunmehr 14. Auflage dieses Künstlersymposiums wurde am Freitagabend in der Lübener Tenne feierlich eröffnet.

Rund eine Woche leben und arbeiten 21 Künstler aus zwölf Nationen unter einem Dach in dem kleinen Ort unweit von Wittingen. Liebevoll tauften die Künstler einst die Region um Lüben in „Kartoffel-Toscana“ um, in der sie immer wieder viele Inspirationen für ihr Schaffen finden. Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder bezeichnete die Werkstattwoche als ein Geschenk für die Region und kulturelles Highlight für die Stadt Wittingen. Er dankte allen Beteiligten, Helfern und Sponsoren, ohne die ein solches Event nicht möglich wäre.

Wittingens Kulturvereinsvorsitzende Stefanie Barnieske, ihre Vorgängerin und letztmalige Organisatorin der Werkstattwoche Ursula Brüns, Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann und Landrat Dr. Andreas Ebel lobten ebenfalls alle Unterstützer, Sponsoren, die Gastfamilien aus Lüben und Umgebung sowie die Lübener Tenne, die dieses Symposium erst ermöglichten. Ursula Brüns stellte jeden Künstler einzeln vor, darunter auch Carolin Kern und Ann-Cathrin Knust aus Wittingen, die als Nachwuchskünstler eine Chance erhielten. Und Brüns stellte Jenifer Bork vor, die als Kunstwissenschaftlerin die Werkstattwoche wissenschaftlich begleiten wird.

Ursula Brüns (l.) und das Hauptorganisationsteam der Werkstattwoche dankten. Brüns übergibt den Staffelstab nach diesem Symposium in jüngere Hände.

Lübens Ortsvorsteher Joachim Niemann berichtete, dass Lüben derzeit rund 110 Einwohner hat, darunter Menschen aus acht Nationen. „Somit passt die Künstlerwoche gut hier rein“, erklärte er. Er und die Lübener freuen sich jedes Mal schon lange im Voraus auf die Künstler, auch dann, wenn sie mal plötzlich aus einem Graben springen, wenn die Landwirte des Ortes mit ihren Traktoren vorbeifahren. Dann warb Niemann für die Caféstube des Museumsvereins Lüben, die am Sonntag, 30. Juli, ab 14 Uhr während der Ausstellung der Werke der Künstlerwoche in seiner Scheune zum Verweilen einlädt.

Die Eröffnung wurde musikalisch hervorragend und einfühlsam durch Prof. Zlatko Baban (Klavier) mit seinen Söhnen David (Violine) und Marko (Cello) aus Montenegro begleitet. Das Trio wurde mit tosendem Applaus verabschiedet. Die Eröffnung endete mit dem schon traditionellen Kartoffelbüfett in der Lübener Tenne. Während einer Werkstattausstellung sind am Sonnabend, 29. Juli, von 16 bis 22 Uhr und am Sonntag, 30. Juli, von 10 bis 19 Uhr Werke der Künstler zu sehen und zu erwerben.

Am Sonntag werden dazu um 17 Uhr auf der Lübener Tenne die Hamburger Künstlerinnen Sonja Gründemann und Erster Jung mit ihrem Programm „Sonja & Ester live in concert“ auftreten. Ausstellungen und Konzert sind kostenfrei. Jeder ist herzlich willkommen. Ausgestellt werden am Sonntag zudem Werke von Schülern, die während des Schülertages am Donnerstag, 27. Juli, unter Anleitung der Künstler entstanden sind.

Von Rüdiger Lange

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