150 000 Euro aus Denkmalschutz-Sonderprogramm für Wittinger Gebäude

Kreyenberg: Geld aus Berlin

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Gute Nachricht für den Freundeskreis Haus Kreyenberg: Sogar der Bund will sein Vorhaben unterstützen.

Wittingen. Der Bund lässt Geld für das Haus Kreyenberg in Wittingen springen: Aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm III sollen 150 000 Euro fließen, teilte die Bundestagsabgeordnete Ewa Klamt (CDU) dem IK gestern mit.

Klamt wertet die Mittel, die der Haushaltsausschuss des Bundestages jetzt freigegeben habe, als „hohe finanzielle Förderung“. Mit dem Geld könnten wichtige Maßnahmen zur Substanzsicherung sowie Restaurierungsarbeiten vorgenommen werden. Eine erste stattliche Finanzspritze also für die Bemühungen um einen Erhalt und eine künftige Nutzung des maroden historischen Gebäudes im Wittinger Stadtkern. Gleichzeitig ist es kein Geheimnis, dass selbst diese sechsstellige Summe allein noch nicht allzu weit reichen wird – weitere Töpfe sollen angezapft werden.

Entsprechend zurückhaltend gab sich gestern der Vorsitzende des Freundeskreises Haus Kreyenberg, Friedrich O. Winkelmann. Das Geld vom Bund freue ihn „außerordentlich“, sagte Winkelmann: „Wir brauchen viele Bausteine.“ Derweil gebe es aber hinsichtlich der Gesamtfinanzierung noch „vieles zu klären“.

Derzeit laufen Gespräche über die Gründung einer Stiftung. Der städtische Verwaltungsausschuss hatte kürzlich dafür gestimmt, 4000 Euro zum Gründungskapital einer Stiftung beizusteuern – eine Entscheidung, die der Stadtrat noch bestätigen muss. Auch Stadtbürgermeister Karl Ridder, der gestern durch das IK von der Förderung aus Berlin erfuhr, zeigte sich erfreut über die Zusage der Bundesmittel.

Klamt ist überzeugt: „Das Haus Kreyenberg in Wittingen ist eine Institution und ein besonderes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement und Bewahrung von Kulturgut.“ Davon will der Freundeskreis im Rahmen des Wittinger Sommerfestes mit einem Tag der offenen Tür noch viele weitere Menschen überzeugen.

Von Holger Boden

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