Umfangreiche Agenda am Dienstag in der Stadthalle

Der Kreistag gastiert in Wittingen

Der Rittersaal ist nicht genug: Um ausreichend Platz zu haben, kommt der Kreistag am Dienstag zur Sitzung nach Wittingen. archivFoto: gerlach
+
Der Rittersaal ist nicht genug: Um ausreichend Platz zu haben, kommt der Kreistag am Dienstag zur Sitzung nach Wittingen. archivFoto: gerlach

Wittingen – Kommunalpolitisch interessierte Bürger der Stadt Wittingen haben am nächsten Dienstag, 23. Juni, ein ganz besonderes Privileg: Sie müssen nicht zum Kreistag fahren, der Kreistag kommt zu ihnen. Das Parlament des Landkreises Gifhorn tagt ab 15.

30 Uhr in der Wittinger Stadthalle.

Die ist in Corona-Zeiten eine der wenigen Arenen im Kreisgebiet, in der die 55 Abgeordneten um Landrat Dr. Andreas Ebel ausreichend Platz finden, ohne dabei die Abstandsregeln zu verletzen. Gegenüber dem IK hatte Ebel zudem schon einmal durchblicken lassen, dass er ohnehin mit dem Gedanken gespielt habe, mit dem Kreistag auch mal an anderen Orten zu tagen als im Gifhorner Rittersaal. Am Dienstag ist es nun die erste Kreistagssitzung nach der Corona-Zwangspause.

Für die Abgeordneten und die sie begleitende Entourage aus der Kreisverwaltung könnte es ein längerer Aufenthalt in Wittingen werden. Die Tagesordnung hat satte 32 Punkte. Dazu gehört eine Stellungnahme des Landrats zur Kostenexplosion beim Breitband-Projekt (das IK berichtete). Der Glasfaser-Ausbau wird 46 Millionen Euro teurer, die AfD hat dazu per Antrag Informationen eingefordert.

Eine Reihe von Tagesordnungspunkten hat mit den kommunalpolitischen Folgen der Corona-Krise zu tun. Da geht es um Themen wie Haushaltssperre, Testung von Risikogruppen und digitale Endgeräte für Schüler (alles AfD-Anträge) oder auch um einen Antrag der großen Koalition für finanzielle Unterstützung im Zuge der Pandemie.

Die Grünen haben einen Antrag zur Schülerbeförderung für IGS-Schüler gestellt, zudem wollen sie erreichen, dass ein Teil der Kreisumlage den Kommunen vom Landkreis erstattet wird, und es geht ihnen um die Aufnahme unbegleiteter Kinder und Jugendlicher aus griechischen Flüchtlingslagern. Ein SPD-Antrag befasst sich mit der Sportstättenförderung.

Aus Nordkreis-Sicht besonders interessant: Der Kreistag soll einen Beschluss zur Rückübertragung des Betriebs des Isenhagener Augenoptiker-Internats an den Landkreis fassen.

Die Sitzung ist öffentlich, Besucher müssen die üblichen Corona-Regeln einhalten.    bo

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare