2. IGS im Kreis Gifhorn?

Die erste IGS im Landkreis Gifhorn öffnet in Sassenburg nach den Sommerferien ihre Tore, aber da diese nur 150 Plätze anbieten, erhielten 180 Schüler eine Absage. Grund genug für die Kreis-SPD zu prüfen, ob eine zweite IGS im Kreis eingerichtet werden könnte.Archivfoto: Peiser

Gifhorn. 330 Bewerbungen auf 150 Plätze – die Kreis-SPD fühlt sich mit diesen Zahlen in ihrer Forderung nach einen zweiten IGS im Landkreis Gifhorn bestätigt. „Wir fühlen uns in unserem Kampf für eine IGS im Kreis bestätigt, diese Zahlen sind ein Feiertag für uns, anderseits ist es traurig, dass so viele Schüler- und Elternwünsche nicht erfüllt werden“, äußert SPD-Unterbezirksvorsitzender Detlef Tanke gestern in einem Pressegespräch. Von Carola Peiser

Die Sozialdemokraten haben für den Kreistag den Antrag zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe eingereicht, die prüfen soll, ob die Einrichtung einer zweiten IGS im Kreis möglich ist. Darüber informierte Tanke gestern gemeinsam mit der Vorsitzenden der Kreistagsfraktion, Ines Kielhorn, und der schulpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Sabine Lehmberg. „Die Anmeldezahlen sprechen für sich – und ich gehe davon aus, dass noch mehr Eltern diesen Wunsch haben, der Weg für ihre Kinder nach Sassenburg aber zu weit ist“, zeigt sich Kielhorn überzeugt.

Lehmberg macht deutlich, dass es zunächst darum ginge, Zahlen zu erhalten, wo der Wunsch am größten ist, und auch die baulichen Aspekte zu prüfen seien. „Man muss sich an der Schulentwicklung orientieren und die demografische Entwicklung überprüfen“, so Lehmberg. Gerade viele Hauptschüler würden eine Chance in einem Abschluss an der IGS sehen.

Äußerst optimistisch zeigt sich Tanke, der sich durchaus vorstellen kann, bereits zum Schuljahresbeginn 2011 eine zweit IGS zu eröffnen. Schließlich seien mit der IGS in Sassenburg die wichtigsten Vorarbeiten geleistet worden. „Die Sassenburg war natürlich perfekt. Das Gebäude war da und auch das Lehrerkollegium hat mitgespielt“, gibt Kielhorn zu bedenken. Bei der Finanzierung müsse man erstmal sehen, der Landkreis habe einige Schulen zu unterhalten. In Sachen Standort müsse man sehen, wo es Schulen gibt, die umgewandelt werden können. „Aber in erster Linie geht es bei dem Antrag erstmal darum, zu prüfen, ob die Möglichkeit einer zweiten Integrierten Gesamtschule besteht“, betont Kielhorn. Für sie steht fest, dass die Zahlen nicht wegzudenken sind. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, ein weiteres Angebot zu starten.

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