„Kosten müssen runter“

So soll der Rathausvorplatz in Knesebeck nach dem aktuellen Entwurf einmal aussehen. Mit Eigenleistung soll versucht werden, die Kosten deutlich zu verringern.Graphik: Meyer Gartenplanung

Knesebeck - Von André Pohlmann. Die Neugestaltung des Rathausvorplatzes in Knesebeck wurde vom Bauausschuss der Stadt Wittingen bereits in seiner Sitzung Ende Juni zurückgestellt. Dass für die Realisierung des Projektes viel Eigenleistung erforderlich sein würde, war schon in den Beratungen des Knesebecker Ortsrates klar. „46 000 Euro für einen Rathausvorplatz – das ist zu teuer“, betont Ortsbürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt im Gespräch mit dem IK.

Angeschoben worden war das Vorhaben von der Initiative „Wir für Knesebeck“. In ihrem Auftrag erarbeitete das Ohrdorfer Planungsbüro Meyer inzwischen verschiedene Entwürfe. Nun will die Gemeinde sich mit beiden zusammensetzen, um mögliches Einsparpotenzial auszuloten. Denn „die Kosten müssen runter“, sagt Kabrodt.

Der Charakter der Planung soll dabei durchaus erhalten bleiben. Im Knesebecker Ortsrat sei man sich einig: „Das ist ein guter Entwurf“, gibt Kabrodt den Tenor der Sitzung wieder. Der Entwurf des Planungsbüros soll denn auch bei allen kostenbedingten Änderungen wiedererkennbar bleiben. Diesen Spagat will man mit möglichst viel Eigenleistung erreichen. Bei den Initiatoren von „Wir für Knesebeck“ will man sich ebenfalls in den weiteren Planungsprozess einbringen, um die Kosten zu reduzieren, sagt Uwe Peesel, der der Runde angehört. Man sei dabei zu überlegen, welche Arbeiten man beitragen könne, so Peesel.

Den im Entwurf eingeplanten Stelen, an denen die Knese becker Orts- und Handwerksgeschichte illustriert werden soll, gibt Kabrodt nur bei entsprechender privater Initiative eine Chance. Es sei kaum vertretbar, dies aus Steuermitteln zu finanzieren. Angedacht sei, statt der Stelen lediglich Felder in den Boden einzulassen und Sponsoren für diese Elemente zu suchen.

Der aktuelle Planungsentwurf sieht vor, die drei großen Bäume vor dem Rathaus zu fällen. An ihrer Stelle sollen sechs neue Bäume gepflanzt werden. Hinzu kommen Gruppen von Büschen, die den Platz zu beiden Seiten umrahmen. Kniehohe Mauern sollen mit einer Holzauflage ausgestattet werden und so dazu einladen, sich im Schatten der Bäume niederzulassen.

Vorgesehen ist auch, den Zugang zum Rathaus im Zuge der Umgestaltung des Vorplatzes barrierefrei zu gestalten. Zur Straße sollen dafür die Treppenstufen durch eine sanfte Neigung ersetzt werden. Nach links und rechts seien Stufen jedoch voraussichtlich nicht zu vermeiden, erläutert Heinz-Ulrich Kabrodt. Entgegen eines ersten Entwurfs soll es einen Durchgang zu den Kfz-Stellplätzen links des Vorplatzes geben. Fahrradstellplätze soll es auch nach der Umgestaltung geben. An der Grundstücksecke soll jedoch laut Kabrodt eine Schikane eingebaut werden, um den geschlossenen Charakter des Platzes zu wahren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare