Konzept gegen Kälte gesucht

Zurzeit nicht das große Problem – doch wenn es draußen kälter wird, steigt drinnen rapide der Energiebedarf. Die Stadthalle soll daher energetisch saniert werden. Archivfoto: Boden

Wittingen. Die Stadt Wittingen muss ihre Stadthalle sanieren. Der Bauausschuss votierte am Dienstagabend dafür, mit 5000 Euro Planungskosten ein umfassendes Konzept auf den Weg zu bringen.

Im energetischen Bereich gebe es „dringenden Handlungsbedarf“, verdeutlichte Bauamtsleiter Albert Soltau den Stadtpolitikern. 65 000 Euro für Sanierungsmaßnahmen waren im letzten Herbst schon einmal angefordert worden, der Posten fiel dann aber bei den Haushaltsberatungen durch. Für die Summe hätten einfachverglaste Fensterelemente im Saalbereich ausgetauscht werden sollen, außerdem war das Aufbringen einer Wärmedämmfassade in diesem Abschnitt vorgesehen.

Dass diese beiden Maßnahmen allein nicht reichen, gilt als ausgemacht. „Die 65 000 Euro sind doch nicht alles“, meinte der Ausschussvorsitzende Hans-Heinrich Koch (SPD) und schlug vor, vor einem Beschluss die wirklichen Gesamtkosten zu ermitteln. Sein Fraktionskollege Jürgen Schramm riet dazu, bei den angepeilten Sanierungen zu differenzieren: Beim in der Regel nur kurzfristig aufzuheizenden Saal sei der Energieverlust überschaubar – wichtigerer seien Verbesserungen bei den permanent genutzten Gebäudeteilen.

Was auf die Stadt alles zukommen könnte, zeigte Soltau den Ratsherren anhand einer von der LSW angestellten Untersuchung auf: Den überschlägigen Berechnungen zufolge weisen die Außenwände 54 Prozent Wärmeverlust auf, die Fenster sogar 72 Prozent, das Dach immerhin noch 15 Prozent. Die energetische Gesamtsituation bringe für Pächter hohe Kosten mit sich, heißt es in der Vorlage für den Ausschuss.

So gelten als weitere „Sanierungskandidaten“ auch die Fenster im Bereich Foyer/Bar/Restaurant, die Eingangstüren im Saalbereich und das Flachdach über Foyer und Restaurant. Die Glasbausteine am Aufgang zur Galerie lassen ebenfalls zu viel Wärme durch und müssten ausgetauscht werden.

Die Stadt hofft nun, dass mit einem Gesamtkonzept für die energetische Sanierung Fördermittel abgegriffen werden können.

Von Holger Boden

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