Keine Rosskur für Reiter

Kommunen im Isenhagener Land wollen keine Pferdesteuer einführen

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Für Hunde sind Steuern fällig. Für Pferde ist das im Isenhagener Land nicht geplant, so die Bürgermeister.

Isenhagener Land. Eine Steuer für Hundehalter gibt es schon lange. Und nun können auch die Pferdebesitzer zur Kasse gebeten werden.

Das hat jetzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in einem Streit zwischen der hessischen Stadt Bad Sooden-Allendorf und einem Reiterverein entschieden. In der Urteilsbegründung hieß es sinngemäß, dass Pferdebesitzer als wirtschaftlich so leistungsfähig gelten, dass sie auch mit Steuern belegt werden können.

Allerdings dürfen die Kommunen die Pferdefreunde nicht zu stark belasten: Es gilt die juristische Formel einer „erdrosselnden Wirkung“, die durch die Pferdesteuer nicht eintreten soll. Kleinere Beträge – wie etwa 200 Euro jährlich in Bad Sooden-Allendorf – seien hingegen rechtens.

Die hessische Stadt war die erste, die die Pferdesteuer eingeführt hatte, weitere Kommunen waren dem Beispiel gefolgt. Durch das Urteil, über das sich die reiterliche Vereinigung schwer enttäuscht zeigte, könnten noch weitere Gemeinden auf den Zug aufspringen.

Im Isenhagener Land aber müssen die Pferde noch nicht scheu gemacht werden. Die Pferdesteuer steht noch in keiner der Kommunen in den Steigbügeln. Diese „gewöhnungsbedürftige“ Idee sei in ihrer Gemeinde „kein Thema“, wiegelt Friedhilde Evers, Bürgermeisterin von Wahrenholz, ab.

Das gilt auch für die Stadt Wittingen, versichert Bürgermeister Karl Ridder auf IK-Anfrage. „Niedersachsen ist Pferdeland. Wir haben auch im Wittinger Raum einige hervorragende Züchter“, sagt er. Deren ohnehin schon harte Arbeit gelte es nicht zu erschweren.

Von Steffen Schmidt

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