Lena Schmerschneider bei Modisten-Wettbewerb „Mut zum Hut“ erfolgreich

Knesebeckerin holt 2. Platz

Knesebeck/München. Lena Schmerschneider aus Knesebeck hat Mut zum Hut. Die 23-Jährige hat am ersten bundesweiten Nachwuchs-Wettbewerb für das Modistenhandwerk mit Verleihung des Awards „Mut zum Hut“ teilgenommen und holte den zweiten Platz.

Die Knesebeckerin absolviert ihre Ausbildung zur Modistin (Hutmacherin für Damen) bei Nicki Marquardt in München. Lena Schmerschneider ist Modistin im dritten Lehrjahr und fertigte im zweiten Lehrjahr als Wettbewerbsarbeit einen knallroten Hut in Rauten-Form. „Das Thema des Wettbewerbs war die Herstellung eines Filzhutes“, sagt Lena Schmerschneider. Sie hat ihren roten Beitrag zum Wettbewerb selbst entworfen und hergestellt. Eine fachkundige Jury, in der unter anderem Modistenmeisterinnen saßen, bewertete die vorgestellten Exemplare. Der „Mut zum Hut“-Award wurde in Neuburg an der Donau verliehen.

Nach ihrem Abitur am Gymnasium Hankensbüttel wollte die Knesebeckerin eigentlich Schneiderin werden. Durch ihre Mutter sei sie dann auf den Beruf Modistin gekommen. Ihre Ausbildung macht ihr sichtlicher Spaß: „Ich möchte mit keinem anderen tauschen.“ Und dafür spricht wohl auch der zweite Platz im deutschlandweiten Wettbewerb. Lena Schmerschneider freut sich über ihren Erfolg. „Ich möchte auf jeden Fall in der Branche bleiben“, sagt sie.

In ihrem Ausbildungsbetrieb von Nicki Marquardt in München, der ein Atelier und einen Laden beinhaltet, werden zwei Hut-Kollektionen pro Jahr entworfen und gefertigt. Die Kopfbedeckungen werden weltweit verkauft, erzählt die junge Hutmacherin, die vor kurzem erst mit Nicki Marquardt in Paris war.

Ein große Portion Kreativität, Einfallsreichtum und Fingerspitzengefühl gehören zum Beruf der Modistin, den Lena Schmerschneider erlernt. Die Tätigkeit der Modistin liegt fast ausschließlich in den Händen von Frauen. Es gibt aber auch erfolgreiche Männer in dem Beruf. Strohhüte im Sommer oder als Pendant Filzhüte für die kältere Zeit des Jahres, Kopfbedeckungen aus anderen Stoffen oder Pelzmützen, Kappen und sogar Haargestecke für besondere feierliche Anlässe fallen in den Tätigkeitsbereich von Modisten. Eine der berühmtesten Modistinnen überhaupt war wohl die bekannte französische Modedesignerin Coco Chanel.

Von Sabine Peter

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