Landkreis betont baurechtliche Probleme und Brandschutz-Anforderungen / „Kein reiner Formalismus“

Knesebecker Schützenhaus: „Beide Seiten bemüht, eine Lösung zu finden“

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Nachholbedarf beim Brandschutz: das Knesebecker Schützenhaus.

bo Knesebeck. „Mit einiger Verwunderung“ habe man beim Landkreis Gifhorn die „über Facebook kursierenden Meldungen“ zum Knesebe-cker Schützenhaus zur Kenntnis genommen – das hat Landrat Dr. Andreas Ebel gestern auf IK-Anfrage mitgeteilt.

Richtig sei, dass im Oktober 2015 in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Schützengesellschaft „die baurechtliche Problematik“ erörtert wurde.

Der Landkreis habe dabei darauf hingewiesen, dass es dringend erforderlich sei, für das Schützenheim eine Genehmigung als Versammlungsstätte zu erwirken, damit auch in Zukunft Veranstaltungen – auch größere und auch von Dritten – durchgeführt werden können. Dafür sei ein entsprechender Bauantrag einzureichen, und in diesem Zuge sei auch ein Schallgutachten vorzulegen, aus dem die Schallbelastungen für die umgebende Wohnbebauung abgeleitet werden können.

Im Kern, so Ebel, gehe es aber darum, dass bei einer Überprüfung, die schon 2009 stattfand, festgestellt wurde, dass das Gebäude einst nur als Schützenhaus und nicht als Versammlungsstätte genehmigt wurde. Alle Veranstaltungen des Schützenvereins seien damit abgedeckt – nicht jedoch andere wie Hochzeiten, Tanzveranstaltungen und ähnliche Events.

Ebel betont: „Von besonderer Bedeutung ist dies in Fällen, in denen Veranstaltungen mit mehr als 200 Besuchern stattfinden, da in diesen Fällen die Regelungen der Versammlungsstättenverordnung – insbesondere Brandschutz – Anwendung finden.“ Dabei gehe es keineswegs um einen reinen Formalismus, sondern vielmehr auch um haftungsrechtliche Fragen für den Fall eines Schadensereignisses. Heißt: Bisher ist alles gutgegangen, aber niemand sollte für die Zukunft in dieser Hinsicht Risiken eingehen.

Laut Ebel sind „beide Seiten bemüht, eine Lösung für die bestehenden Probleme zu finden“. Auch der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Heinrich Pengel, hatte schon erklärt, dass der Verein einen Architekten beauftragt habe (das IK berichtete).

Hinsichtlich der weiteren Nutzung wurde vom Bauamt des Landkreises zugesagt, dass bis April auch weiterhin Veranstaltungen, die nichts mit dem Schützenverein zu tun haben, per Einzelgenehmigung stattfinden können. Dafür müsse per E-mail angezeigt werden, was geplant ist und in welchem Umfang.

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