Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg moniert Gehweg-Ausbau im Einhorn-Ort

Knesebecker Pflaster, Wittinger Fragezeichen

Für den Wittinger Ortsbürgermeister Steine des Anstoßes: der neu gepflasterte Gehweg in Knesebeck.
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Für den Wittinger Ortsbürgermeister Steine des Anstoßes: der neu gepflasterte Gehweg in Knesebeck.

Wittingen/Knesebeck – Wittingens Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg (BA) sieht mit Blick auf die Carl-Peters-Straße eine „Ungleichbehandlung“ zwischen Knesebeck und Wittingen – und verweist auf den kürzlich erfolgten Ausbau eines Gehwegs an der Ecke Mühlenstraße/Am Piepenbrink in Knesebeck.

Die städtische Politik hat vor ein paar Tagen einem Ausbau des Gehwegs an der Carl-Peters-Straße eine Absage erteilt.

Rönneberg sagt, er könne Einsparungen in Corona-Zeiten akzeptieren – doch dann passe es nicht in die Zeit, quasi zeitgleich einen Gehweg in Knesebeck zu pflastern: „Bei der Carl-Peters-Straße abwinken und hier bauen, das geht nicht“, meint der Wittinger Ortsbürgermeister beim Ortstermin in Knesebeck. Da gehe es ihm nicht um „den Neidfaktor“, sondern um Stringenz in den politischen Entscheidungen.

Nach Rönnebergs Informationen sind für die gut 60 Meter Bürgersteig in Knesebeck über 23 000 Euro fällig geworden, das mache fast 385 Euro pro Meter. In Wittingen habe ein Angebot über 64 000 Euro für rund 600 Meter Gehweg vorgelegen, das ergebe 108 Euro pro Meter.

Stadtbürgermeister Andreas Ritter, der die Kosten für das Knesebecker Pflaster sogar mit 26 000 Euro angibt, sagt dazu, der Ausbau des Gehwegs in Knesebeck sei eine seit Langem bestehende Anforderung des dortigen Ortsrats gewesen. Dafür habe es ein Ja der Politik gegeben, der Verwaltungsausschuss habe die entsprechende überplanmäßige Ausgabe bestätigt. Im Falle der Carl-Peters-Straße habe sich die Mehrheit auf die Sprachregelung geeinigt, dass zunächst nur die Versorgungsleitungen erneuert werden sollen, und dass die Bürgersteige später an die Reihe kommen. Fahrbahn, Gosse und Hochbord seien erneuert worden. Ein nachträgliches Angebot der Baufirma für den Gehweg sei jedoch abgelehnt worden. Die Sache sei aber nicht abgehakt und komme auf Wiedervorlage.

Rönneberg verweist derweil darauf, dass auch die Anwohner der Carl-Peters-Straße für ausgebaute Gehwege plädiert hätten. Enttäuscht sei er auch von Mitgliedern des eigenen Ortsrats, die offensichtlich keinen Einfluss auf Vertreter ihrer Parteien in der Stadtpolitik nehmen konnten.

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