Zwei bis drei Jahre wird es noch dauern

Knesebecker Grundschule: Für Ganztag fehlen Räume

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Räume reichen nicht für den Ganztag: die Grundschule Knesebeck.

Knesebeck – Mit der Einführung eines Ganztagskonzeptes an der Knesebecker Grundschule wird es noch eine Weile dauern – davon ist nach der jüngsten Sitzung des Wittinger Schulausschusses wohl auszugehen.

Damit die Vorstellungen der Schule in Sachen Raumkonzept erfüllt werden können, ist offenbar ein Vorlauf von zwei bis drei Jahren nötig – wie man es auch dreht und wendet.

Die Grundschule – das stellte auch die Verwaltung noch einmal heraus – pocht auf die Erfüllung gewisser räumlicher Voraussetzungen. Dazu gehören unter anderem eine Mensa und zwei Betreuungsräume. „Wir müssen bei der Raumsituation nachbessern“, meinte Jörg Bialas (SPD). Er forderte, das Thema „nicht auf die lange Bank“ zu schieben und stattdessen „ein positives Signal für junge Eltern“ zu setzen. Denn die Ergebnisse der Bedarfsabfrage (das IK berichtete) seien so zu interpretieren, dass eine Ganztagsschule gebraucht wird.

Hermann Lahmann (CDU) sagte, der politische Wunsch nach einem Ganztagsangebot in Knesebeck sei „unstrittig“, der Schulausschuss habe sich immer dafür eingesetzt. Allerdings habe es in der Vergangenheit auch den Eindruck gegeben, dass das Thema seitens der Schulleitung eher „mit angezogener Handbremse“ verfolgt worden sei.

Unter der Ägide der kommissarischen Schulleiterin Annett Rietz hatte die Schule nun in den Sommerferien das vor Jahren erstellte Konzept überarbeitet, an den seinerzeit geforderten Voraussetzungen wurde im Wesentlichen festgehalten.

Die große Frage ist nun: Woher soll der zusätzlich benötigte Platz kommen? Eine diskutierte Variante: Die Krippe zieht aus dem ehemaligen Vorschulgebäude aus, wenn der Kita-Neubau am Beck fertig ist, die Mensa könnte dort einziehen. Das wäre angesichts der Zeitplanung für das Neubau-Großprojekt freilich erst in zwei bis drei Jahren möglich – zudem herrschte im Ausschuss Unklarheit darüber, ob die Krippe überhaupt für einen solchen Umzug vorgesehen ist.

Eine andere Möglichkeit: Neue Räume werden gebaut. Kämmerer Wolff-Harro Schulz verwies darauf, dass man auch in diesem Fall mit einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren für Planung und Realisierung ausgehen müsse: „Ad hoc gäbe es nur die Möglichkeit, mit den vorhandenen Räumen auszukommen.“

Bialas wie auch Thomas Knöfel (FWG) brachten auch Container als Übergangslösung ins Gespräch. Der Ausschuss schloss sich schließlich einstimmig dem Vorschlag von Bialas an, einen Prüfauftrag für ein Raumkonzept an die Verwaltung zu erteilen. Zudem wünsche man einen „zeitnahen Start“ der Ganztagsschule.

VON HOLGER BODEN

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