Halt an Mittelstraße soll es werden

Knesebeck: Ortsrat macht sich für Positionierung in der Ortsmitte stark

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An der Ecke Mittelstraße/Lindenstraße soll nach dem Willen des Ortsrates die neue barrierefreie Bushaltestelle geschaffen werden. „Die Busse müssen aus der Kirchstraße heraus“, findet Bürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt.

Knesebeck – Der Knesebecker Ortsrat hat sein Votum gefällt: Er spricht sich – mit Gegenstimmen der FWG-Fraktion – mehrheitlich für eine Verlegung der Haltestellen Grundschule und Rathaus an die Mittelstraße Ecke Lindenstraße aus.

Gemeinsam mit dem damit einhergehenden barrierefreien Ausbau soll im kommenden Jahr ein Förderantrag für die Maßnahme gestellt werden.

Eine Positionierung des Schülerverkehrs am Bahnhof ist laut Bürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt mitdiskutiert worden, dieser Option habe aber die Verkehrsgesellschaft des Landkreises Gifhorn (VLG) nicht zugestimmt. Die Taktung zwischen Bussen und Zügen könne nicht entsprechend abgestimmt werden. Bei der VLG sieht Kabrodt, der den Bahnhof als Standort selbst auch nicht für umsetzbar hält, die Planungshoheit.

Nicht nur an dieser Einschätzung, sondern auch an dem Standort an der Mittelstraße generell stießen sich die FWG-Mitglieder. Fraktionsvorsitzender Dr. Thomas Weiland hatte beantragt, bei der Verlegung der Haltestelle Rathaus an die Lindenstraße diese als reine Haltestelle auszubauen und die Umsteigeverkehre an den Bahnhof zu verlegen. Die Haltestelle Grundschule solle hingegen beibehalten werden, damit die Kinder die Schule sicher erreichen können. „Durch den jetzt geplanten Ausbau werden die Anwohner der Mittelstraße außergewöhnlich belastet und das Ortsbild in der Ortsmitte erheblich beeinträchtigt“, sagt Weiland. Ein Busbahnhof mit reinen Haltebuchten gehöre dort nicht hin. Der FWG-Antrag wurde jedoch von der Mehrheit abgelehnt.

„Der Ortsrat muss den Schulweg sicher machen“, hielt Thomas Knöfel (FWG) fest. Er sehe die Gefahr, dass Kinder unter Zeitdruck über die Lindenstraße rüberlaufen könnten, um ihren Bus noch zu erreichen. Auch seine Fraktionskollegion Andrea Harms erwartet ein „Chaos beim Umsteigen an Knesebecks am stärksten befahrener Ecke“. Unfälle seien da vorprogrammiert.

Von Seiten des Schulelternrates wurde kritisiert, dass Schüler, die ihren Bus verpassen, bei Wind und Wetter gezwungen sind, alleine auf den nächsten Bus zu warten. Dass die Aufsichtspflicht nun wieder bei den Eltern liegen würde, sei kein Aushängeschild für den Ort. Die nicht betriebsbereite Ampel an der Lindenstraße sei eine weitere Gefahr. Kabrodt unterstrich, dass die Aufsichtsfrage mit der VLG und in Zusammenarbeit mit der Schule geregelt werden soll.

Bedenken trug auch eine Bürgerin vor, die zeitliche Verzögerungen erwartet, wenn die Busse zu den Hauptverkehrszeiten von der Mittelstraße rechts erst in die Schützen- und dann in die Marktstraße abbiegen. Kabrodt betonte, dass dies laut Auskunft der Polizei aber möglich sei.

Dem Bürgermeister ist es wichtig, dass die Busse aus der Kirchstraße herausgenommen werden. Den Kindern sei der Weg von der Mittelstraße zur Schule aus seiner Sicht zuzumuten. Die Bushaltezeiten würden entsprechend angepasst. Der Schultransport in Sachen Kooperation beim Ganztagsbetrieb mit der Grundschule Wittingen soll weiterhin mit Großraumtaxis erfolgen, war bei der Sitzung zu hören.

VON PAUL GERLACH

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