Knesebeck bekommt einen Hort

Der Beschluss ist gefallen: In der Knesebecker Grundschule wird übergangsweise ein Hort eingerichtet. Foto: Archiv

Knesebeck. In Knesebeck soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein Hort eingerichtet werden. Der Wittinger Stadtrat brachte diesen Beschluss am Donnerstagabend mit der Mehrheit der Gruppe aus FWG und SPD auf den Weg. Die CDU sprach sich dagegen aus.

„Wir sehen die Notwendigkeit eines Hortes als Übergangslösung“, eröffnete Hans-Heinrich Koch (SPD) die Diskussion. Ziel sei es den Hort in eine Ganztagsschule einmünden zu lassen. Allerdings muss noch erörtert werden, welche Räume es für den Hort in der Grundschule gibt.

CDU-Ratsherr Walter Schulze betonte, dass die CDU grundsätzlich für Betreuungsangebote im Stadtgebiet sei. Ziel sei aber auch eine Ganztagsbetreuung an allen Grundschulen. Der Beschlussvorschlag der Gruppe weise „Mängel“ auf. Wird die Zahl von 20 Hort-Kindern nicht erreicht, wird dieser nicht eingerichtet. Ab dem 21. Kind erhöhen sich die Kosten.

„Was will man tun?“, fragte Schulze. Zudem müsse ein Raum in der Grundschule gefunden werden. Die Kosten- und Raumsituation ist im Moment unklar, fasste der CDU-Politiker die Bedenken seiner Fraktion zusammen. Schulze fand, dass die Kosten für den Hort an ein gewisses Einkommen gekoppelt werden sollten. Aus Sicht der CDU sei auch noch nicht geklärt, wie lange der Hort als Übergangslösung bis zur Ganztagsschule bestehen soll. Der Beschlussvorschlag sei daher nicht entscheidungsreif. Schulze: „Nichts übers Knie brechen.“ Grundsätzlich sei die CDU aber nicht gegen einen Hort.

Koch begründete den Beschlussvorschlag darin, dass der Hort Wunsch der Eltern gewesen sei. „Man muss etwas tun“, bekräftigte Friedrich O. Winkelmann (FWG). Zum nächsten Schuljahr sei eine Einrichtung des Hortes unrealistisch, fand Jens Schröder (CDU). Ein Ganztagskonzept werde auf den Weg gebracht, womit man dem Elternwillen nachkomme.

Uwe Hoppmann (CDU) sprach vom „gemeinsamen Ziel“ der Ganztagsschule in Knesebeck. Die Mehrkosten für das 21. Hort-Kind müssten über den Nachtragshaushalt abgewickelt werden. Der Antrag der CDU, das Thema zurück in die Fachausschüsse zu geben, wurde von der Gruppe mehrheitlich abgelehnt.

SPD-Ratsherr Hans-Heinrich Koch betonte, dass der Hort eine freiwillige Leistung der Stadt sei. Die Deckelung des städtischen Kostenbeitrags für den Hort in Höhe von 20 000 Euro sei ein Entgegenkommen.

Doris Schatz, Mitglied der Initiative für einen Knesebecker Hort, meldete sich später in der Bürgerfragestunde zu Wort und monierte die Kosten (250 Euro für gemeinsam Erziehungsberechtigte, beide erwerbstätig, sowie 125 Euro für allein Erziehungsberechtigte, erwerbstätig). Koch erläuterte, dass ein Hort der Stadt kein Geld kosten dürfe. Durch die Deckelung von 20 000 Euro errechnen sich die Elternbeiträge. Zuhörer Carsten Krause kritisierte, dass eine maximale Gruppenstärke von 20 Kindern Voraussetzung für die Einrichtung des Hortes ist. Mit dem 21. Kind würden sich die Personalkosten um 60 000 Euro erhöhen. Wird die Gruppenstärke von 20 Kindern nicht erreicht, wird der Hort nicht eingerichtet. „Es sieht so aus, als ob der Hort nicht zustande kommen soll“, fand Schatz.

Von Sabine Peter

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