Entwässerung macht große Probleme

Knesebeck: Baugebiet Feldstraße steht auf der Kippe

Feldstraße in Knesebeck.
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Hier sollten 60 neue Bauplätze entstehen – doch die Pläne für die Knesebecker Feldstraße sind jetzt fraglich.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Knesebeck – Wird vielleicht doch nichts aus den Plänen für ein Baugebiet an der Knesebecker Feldstraße? „Ein bisschen Hoffnung habe ich noch“, sagte Stadtbürgermeister Andreas Ritter am Montagabend, 14. Juni, dem Bau- und Umweltausschuss. „Wir legen es noch nicht ganz ad acta.“

Aber gut stehen die Chancen offenbar nicht mehr. Denn die Regenwasser-Entwässerung macht „große Probleme“, wie Ritter erläuterte: „Das ist der Knackpunkt.“ Und so sei die Stadt zusammen mit der von ihr ins Boot geholten NLG und dem Wasserverband Gifhorn „noch nicht so richtig weitergekommen“.

Seit 2017 werden die Pläne für das Baugebiet im Knesebecker Süden diskutiert. 60 Bauplätze waren mal im Gespräch, für die Stadt Wittingen und ihren Bauland-Mangel sollte es ein Schluck aus der Pulle werden. Bis die Entwässerungs-Problematik immer deutlicher wurde.

Ritter betonte gegenüber dem Ausschuss, dass man sicherlich technische Lösungen finden könnte – dass das aber möglicherweise mit Kosten verbunden wäre, die die Preise für die Grundstücke in die Höhe treiben. Das könne oder wolle dann am Ende womöglich niemand bezahlen.

Ritter zufolge werden für die Ableitung des Regenwassers Extra-Bauwerke in dem Gebiet benötigt. An die gebe es angesichts des Trinkwasser-Schutzgebiets zudem besondere Anforderungen. Die Verwaltung habe bereits verschiedene Varianten durchgerechnet. Gerade im westlichen Bereich des Areals trage hohes Grundwasser dazu bei, dass eine normale Versickerung nicht so einfach ist.

Ein ganz eigenes Thema ist darüber hinaus die Frage, wie sich das Baugebiet und seine Entwässerung auf die Schützenstraße auswirken werden – dort gibt es schon jetzt bei Regen mitunter massive Probleme, weil die Kanalisation das Wasser offenkundig nicht wegschafft (das IK berichtete).

Im Rathaus gibt es laut Ritter inzwischen auch die Überlegung, das neue Baugebiet abzuspecken und vielleicht nur direkt entlang der Feldstraße zu planen. Also keine 60 Bauplätze mehr auszuweisen.

Eine andere Option ist der Komplettverzicht auf das Gebiet, auch das wird diskutiert: „Wir arbeiten weiter an Plan A, wir arbeiten aber auch an einem Plan B“, sagte Ritter. „Wir haben alternative Flächen in Knesebeck im Visier und wollen das bald mit dem Ortsrat besprechen.“

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