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Nach Brand in Knesebeck: Kleiner Junge treibt Feuerwehrleuten „Freude in die Augen“

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Von: Holger Boden

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Das Foto zeigt das Bild, das von einem 5-Jährigen für die Knesebecker Feuerwehr gemalt wurde und das nun im Schaukasten des Gerätehauses hängt.
Im Schaukasten am Gerätehaus hängt jetzt das Bild, das der kleine Junge für die Feuerwehr gemalt hat. © Freier Mitarbeiter

Knesebeck – Für die Feuerwehren der Stadt Wittingen war es ein anstrengender Freitag, für die Feuerwehrleute aus Knesebeck blieb der Brand des maroden Gebäudes an der Ecke Mittelstraße/Schützenstraße noch bis Sonntagabend ein Thema. Immer wieder mal gab es erneute Alarmierungen für Nachlöscharbeiten, wie Ortsbrandmeister Holger Krebs berichtet.

„Um 15 Uhr war am Freitag eigentlich Schluss, aber um 15.30 Uhr mussten wir schon wieder ausrücken“, erzählt Krebs. Bürger hatten Rauchentwicklung an der Brandruine bemerkt und die Leitstelle informiert. Das sei so oder so ähnlich bis zum späten Sonntag immer mal wieder vorgekommen.

Die rund 40 Knesebecker Einsatzkräfte blicken also auf ein unruhiges Wochenende zurück – aber auch auf eins, an dem sie große Solidarität aus dem Ort gespürt haben. Schon ab dem Freitagmorgen, so Krebs, unterstützte das DRK die Einsatzkräfte der Stadt Wittingen mit Kaffee und Bockwurst. Ein Dank gelte aber auch der Bäckerei Meyer, die die Feuerwehrleute aus ihrer nahegelegenen Filiale spontan mit Kuchen und belegten Brötchen versorgte. Die Brandschützer freuten sich zudem über das Team der Strandperle, das zum Mittagessen kostenlose Pizzen zum Gerätehaus lieferte. Krebs richtet darüber hinaus einen Dank an alle Arbeitgeber, die an dem Tag auf Mitarbeiter verzichten mussten, die sich im Löscheinsatz befanden. Und eine tolle Geste sei es auch gewesen, dass „wir die Toiletten von Nachbarn benutzen durften“.

Und dann war da noch etwas, das der Ortsbrandmeister im Nachhinein als „den größten Hammer“ bezeichnet: Als an der Einsatzstelle etwas Ruhe eingekehrt war, kam ein kleiner Junge vorbei – laut Krebs 5 Jahre alt – und drückte den Feuerwehrleuten ein selbstgemaltes Bild in die Hand. Den Einsatzkräften sagte er, er wolle „Danke sagen, dass Ihr da seid“, so schildert Krebs die Situation. Die Reaktion sei entsprechend gewesen: „Das hat den Jungs die Freude in die Augen gejagt. Eine ganz tolle Sache.“ Das Bild hängt jetzt im Schaukasten des Gerätehauses.

Mit solchen Erlebnissen ließen sich für die Einsatzkräfte dann auch ein paar Stimmungskiller leichter wegstecken: Krebs und seine Leute hatten es mitunter mit sensationslustigen Gaffern zu tun, die die Absperrungen missachteten.

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