Parksituation soll verbessert werden

Klares Nein zu weiteren Pollern: Wittinger Ortsrat gegen Ausweitung

An der Kleinen Wallstraße in Wittingen stehen bereits Poller. Weitere sollen im Ort nach dem Willen des Ortsrates nicht dazukommen.
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An der Kleinen Wallstraße in Wittingen stehen bereits Poller. Weitere sollen im Ort nach dem Willen des Ortsrates nicht dazukommen.

Wittingen – Die bekanntermaßen knifflige Parksituation in der Wittinger Innenstadt soll verbessert werden. „Uns fehlen generell keine Parkplätze“, hielt Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg jetzt bei der Sitzung des Ortsrates fest.

Aber wenn 25 bis 30 Anlieger ihre Autos dort abstellen würden – „dann haben wir ein Problem“. Daher sollten die Chefs in den Betrieben ihre Angestellten auf die Thematik noch mal aufmerksam machen.

Einstimmig wurde die Verwaltung damit beauftragt, alle Gewerbetreibenden im Bereich der Altstadt anzuschreiben. Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Parkplätze in den Straßen Gänsemarkt, Lange Straße, Am Markt und Junkerstraße ausschließlich für Kunden/Besucher freigehalten werden. Auf umliegende Parkmöglichkeiten sowie die zwingende Nutzung auch eigener Stellflächen soll dabei besonders hingewiesen werden.

Ein Bürger machte sich bei der Einwohnerfragestunde dafür stark, dass auf dem brachliegenden Grundstück Kleine Wallstraße übergangsweise ein Behelfs-Parkplatz geschaffen werden sollte – versehen mit dem Schild „Parken auf eigene Gefahr“. Für vier bis fünf Stellplätze könnte es reichen, schätzt er. Stadtbürgermeister Andreas Ritter (O-Ton: „Noch gibt es keine Lösung für diese Baulücke, aber relativ bald, denke ich“) nahm die Idee mit, hält persönlich aber nichts von einem Provisorium. Denn die Fläche müsse mit Schotter befestigt werden, so einfach gehe das Ganze also nicht, denn im Sommer könne es dort stauben.

Bei der Ortsratssitzung war darüber hinaus auch das Aufstellen von Pollern Thema. Ein Grundstückseigentümer an der Langen Straße hatte die Aufstellung im Bereich der Poststraße beantragt. Die Fassade des Gebäudes war grundlegend saniert worden. Jedoch sei diese bereits durch die dort parkenden Autos beschädigt worden. Weiterhin werde oftmals die Hofzufahrt des Grundstückes zugeparkt, obwohl in diesem Bereich be-reits ein Parkverbot gilt.

Karl-Heinz Gauert (SPD) betonte zum Thema Poller an der Kleinen Wallstraße und an der Langen Straße, dass sich ihm nicht erschließe, warum diese aufgestellt wurden beziehungsweise noch aufgestellt werden sollen. „Will man hier ältere Menschen ausgrenzen?“, frage er sich. Außerdem würden dadurch Parkmöglichkeiten entfallen. Es mache aus seiner Sicht keinen Sinn, die Innenstadt mit Pollern zu versehen, aber andererseits zu versuchen, die Innenstadt mit geschäftlicher Neuausrichtung vorantreiben zu wollen.

Ortsbürgermeister Rönneberg entgegnete darauf, dass die Verwaltung die Angelegenheit aufgrund des Antrages des Grundstückseigentümers auf die Agenda gebracht habe – und nicht der Ortsrat. Letzterer habe sicherlich eine andere Sicht auf die Dinge. „Das wird sich heute Abend zeigen.“

So kam es dann auch: Der Ortsrat entschied sich bei einer Gegenstimme gegen das Aufstellen von Pollern im Bereich Poststraße. Der Tenor in der Runde: Zusätzliche Poller seien überflüssig und seien nicht gewollt. Unklar sei auch, ob sie ins Rettungskonzept passen. Andreas Bona (CDU) sprach sich bei dem Thema insgesamt für einen Ortstermin – mit dem Ortsrat und Anliegern – aus. VON PAUL GERLACH

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