CDU und Grüne legen Pläne für künftige Wittinger Kita-Landschaft vor

Kindergarten in die Schule?

Wittingen. Mehr Platzbedarf, und die geplanten Container sind nur eine Übergangslösung: Wie die Kita-Landschaft in der Stadt Wittingen langfristig aussieht, ist offen.

Jetzt kommt ein Vorstoß der Stadtrats-Mehrheit aus CDU und Grünen, der unter anderem Kindergarten-Gruppen im Gebäude der Wittinger Grundschule vorsieht. Der Antrag soll am kommenden Dienstag, 5. September, im Ausschuss für Kinder, Jugend, Senioren und Integration diskutiert werden (18. 30 Uhr, Rathaus).

Die Sitzung wird sich einzig um diesen Tagesordnungspunkt drehen. Der Vorschlag von CDU und Grünen sieht für den Kernort Wittingen eine größere Nähe von Kindergartenkindern und Grundschülern vor. Explizit heißt es in dem Antrag: „Die Kindergartenkinder sollen Schritt für Schritt an die Schule herangeführt werden und mögliche Ängste beim Wechsel von der Kindertagesstätte in die Schule verlieren.“

Gleichwohl dürfte der Plan, sechs Betreuungsgruppen in Wittingen am Standort der Grundschule zu integrieren, vor allem der Tatsache geschuldet sein, dass man dort seitens der Politik langfristig freie Raumkapazitäten vermutet. Allerdings sollen die Kindergartenkinder dort einen eigenen Eingang und ein eigenes Außengelände bekommen. Den jetzigen Kita-Standort an der Schützenstraße soll bei diesem Szenario komplett die Krippe nutzen dürfen.

Für Knesebeck sieht der Vorschlag anders aus – dort ist von einer Nutzung von Schulräumen keine Rede. CDU und Grüne regen eine Nutzung des alten Feuerwehrhauses an (bekanntlich soll ein neues gebaut werden) oder können sich alternativ einen Neubau auf dem Gelände vorstellen). Die Knesebecker Krippe soll in ihrem Gebäude auf dem Grundschulgelände bleiben, nicht zuletzt, weil es dort noch eine Bindefrist für Fördermittel gibt, die in die Einrichtung der Krippe geflossen sind. Die Krippengruppe im Gemeindehaus soll nach Ablauf der Sondergenehmigung wegfallen.

CDU und Grüne fordern, dass noch in diesem Jahr mit einer bautechnischen Studie aufgezeigt wird, was an den avisierten Standorten räumlich und baulich machbar ist. Mit dem Betreiber (kirchlicher Kita-Dachverband) und der Verwaltung hat die Gruppe sich nach eigenen Angaben inhaltlich abgestimmt – abzuwarten bleibt nun, wie die Grundschule und die politische Konkurrenz die Vorschläge beurteilen.

Von Holger Boden

Rubriklistenbild: © dpa

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